Tag 78

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5. Mose 32 und 34 in Auszügen

Am gleichen Tag sprach der HERR zu Mose: „Steig auf das Gebirge östlich des Flusses, auf den Nebo, der in Moab gegenüber von Jericho liegt. Blicke dann über Kanaan, das Land, das ich den Israeliten zum Besitz gebe. Danach sollst du dort auf dem Berg sterben und im Tod mit deinen Vorfahren vereint werden, genauso wie dein Bruder Aaron auf dem Berg Hor starb und mit seinen Vorfahren vereint wurde. Denn ihr habt mir beide vor den Israeliten nicht gehorcht, und zwar am Wasser von MeribaKadesch in der Wüste Zin. Dort habt ihr es versäumt, den Israeliten meine Heiligkeit vor Augen zu führen. Deshalb sollst du das Land, das ich den Israeliten gebe, nur aus der Ferne sehen, aber du wirst es nicht betreten.“ … Nie wieder gab es einen Propheten wie Mose in Israel, dem der HERR persönlich begegnete. Der HERR hatte Mose gesandt, um in Ägypten all die Zeichen und Wunder an dem Pharao, seinen Ministern und seinem Land zu vollbringen. Und Mose hatte vor den Augen aller Israeliten Machtvolles und Schrecken Erregendes getan.

Ein wenig bittersüß wirkt das Ende dieses großen Gottesmannes. Gott gewährt Mose – nur oder immerhin? – einen Blick in das versprochene Land. Das ändert allerdings nichts an seinem Entschluss, dass Mose nicht mit hineindarf. Was folgt, ist ein großer Segen für das ganz Volk. Jedem Stamm wird etwas Besonderes zugesprochen. Das erinnert an ein anderes Ereignis: Auch Jakob hatte jedem einzelnen seiner Söhne vor seinem Tod einen besonderen Segen zugesprochen (1.Mose 49). Das ist ein eindrucksvolles Vermächtnis.

Mose starb mit 120 Jahren in den Sielen, bei der Arbeit. Sein Nachruf in der Bibel ist kurz, aber umso beeindruckender: Nie wieder gab es einen solchen Propheten in Israel (und dabei gab es eine ganze Reihe herausragender Gestalten, von denen wir noch hören werden).

Das lehrt uns zweierlei. Auf der einen Seite: Gott verlangt nicht, dass jeder von uns ein Mose wird (nach ihm hatte es keiner wieder geschafft!). Gleichzeitig weckt aber Gott doch die Sehnsucht, ein Stück wie Mose zu sein, damit auch der Nachruf auf unser Leben einen positiven und dankbaren Grundton haben kann.