Nach vier Wochen ist ein in Bangladesch inhaftierter Christ von einem Richter freigesprochen worden.
Laut einem Bericht von „Compass direct“ war der 25-jährige Biplob Marandi im Februar zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden. In der Urteilsbegründung hieß es, er habe „Chaos bei einer religiösen Veranstaltung verursacht“. Marandi hatte nach Angaben seines Anwalts am 21. Januar christliche Literatur in der Nähe eines muslimischen Zentrums verkauft, was einige Muslime sehr verärgert habe. Sie zeigten den Evangelisten an.
Marandi hatte gegen das Urteil Berufung eingelegt. Ein Richter des Bezirksgerichts in Gazipur gab dem verurteilten Christen nun Recht. Der Richter kam zu der Auffassung, dass Marandi durch den Verkauf von Büchern seinen Lebensunterhalt verdiene. Sein Anwalt hatte argumentiert, dass Marandis Handlungen durch die die Religionsfreiheit betreffenden Paragrafen in der Verfassung Bangladeschs gedeckt seien.
Bangladesch ist das drittbevölkerungsreichste muslimische Land der Welt. Rund 89 Prozent der 164 Millionen Einwohner sind Muslime. Christen machen nur ein Prozent der Bevölkerung aus.
