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Glaubens:Mut – Zuhören statt Heldentaten

Mission beginnt oft nicht mit großen Worten, sondern mit echtem Zuhören. Diese Botschaft prägte das Herbstmissionsfest der Liebenzeller Mission.

Rund 4.000 Menschen nahmen nach Angaben der Lebenzeller Mission an verschiedenen Orten und Formaten des Herbstmissionsfests teil. 850 kamen unter dem Motto „Glaubens:Mut“ vor Ort auf dem Missionsberg Bad Liebenzell, 3.150 Personen wurden in verschiedenen Städten und Dörfern „on tour“ in ihrer Gemeinde besucht. Weitere 3.500 Personen verfolgten den Livestream, heißt es in einer Pressemitteilung.

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„Glaubensmut beginnt nicht mit großen Heldentaten, sondern mit einem offenen Herzen, das hinschaut, zuhört und sich von der Not anderer berühren lässt“, betomte Missionsleiter Dave Jarsetz in seiner Predigt. Ein solches Herz habe echtes Interesse an dem, was Gott interessiert. Probleme beginnen laut Jarsetz dort, wo Menschen sich so abschirmen, dass sie auch ihre Mitmenschen nicht mehr erreichen: „Mission beginnt manchmal nicht mit dem Reden über Gott, sondern damit, dass wir einem Menschen wirklich zuhören.“

Missionarinnen und Missionare aus verschiedenen Ländern berichteten beim Missionsfest von ihren Erfahrungen. Seda und Christian Battermann erzählten von ihrer Arbeit in der interkulturellen Lifepoint Church Stuttgart, die besonders Menschen mit türkischem Hintergrund erreichen will. Rainer und Katharina Kröger schilderten Herausforderungen in Ecuador, wo viele Menschen unter Angst und häuslicher Gewalt leiden. Rainer Kröger sagte, er habe immer wieder erlebt, wie das Leben von Menschen „glücklich“ werde, wenn sie Jesus Christus begegnen.

Neue Herausforderungen für Mission

Volker Gäckle, Rektor der Internationalen Hochschule Liebenzell (IHL), verwies auf die Herausforderung gesellschaftlicher Veränderungen. „Wir erleben im 21. Jahrhundert den Wandel von einer ererbten Religion zu einer gewählten Religion. Menschen sind nicht mehr deshalb Mitglied in einer Kirche, weil sie diese Religion, diesen Glauben und diese Mitgliedschaft ererbt haben. Sie sind oder bleiben nur noch dann in einer religiösen Gemeinschaft oder Kirche, wenn sie diese bewusst, aktiv und eigenständig gewählt haben.“ Deshalb müsse in Bildung investiert werden, damit Christen auch künftig gesellschaftlich wahrnehmbar bleiben.

Die Liebenzeller Mission ist mit rund 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in etwa 30 Ländern eine der großen evangelischen Missionsgesellschaften in Deutschland. 

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