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SPRING: Lebenssituation als Berufung Gottes begreifen

Am dritten Tag des SPRING-Festivals in Willingen gab es klare Appelle – gegen Unversöhnlichkeit, Hassbotschaften und für ein in Christus gegründetes Leben.

Frieden beginne im Inneren des Menschen und wirke von dort nach außen, betonte Armin Jans, Vorsitzender des SPRING-Festivals, am dritten Veranstaltungstag. Es lohne sich, gemeinsam nach Frieden zu suchen – und nach dem, „der unser Friede ist: Jesus Christus“. In diesem Geist beteten die Teilnehmenden laut einer Pressemitteilung gemeinsam für Frieden in Krisenregionen wie dem Iran, der Ukraine, dem Nahen Osten und dem Sudan.

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„Unversöhnlichkeit führt nie in die Zukunft“

Viele Christinnen und Christen erlebten, dass ihnen das eigene Land und Europa fremd geworden seien, sagte Prof. Dr. Volker Gäckle, Rektor der Internationalen Hochschule Liebenzell, in seinem Vortrag. Der Eindruck, der christliche Glaube befinde sich im Rückzug, „nagt an unserer Seele und unserem Selbstverständnis“. Entscheidend sei, die aktuelle Situation als Berufung Gottes anzunehmen: „Erst dann, wenn wir unsere momentane Lebenssituation als eine Berufung Gottes begreifen, können wir einen Sinn in ihr entdecken.“ Wer sich innerlich nicht versöhne, neige auch im gesellschaftlichen Raum zu Unversöhnlichkeit. Diese aber führe „nie in die Zukunft“. Mit Blick auf politische Debatten kritisierte Gäckle Hassbotschaften und Verachtung gegenüber politisch Verantwortlichen. Christen müssten sich fragen, wie oft sie über Politiker schimpften und wie oft sie für sie beteten: „Wenn wir Politiker verachten, mit denen wir nicht einverstanden sind, werden wir keine besseren bekommen.“

Die Kreuzigung und Auferstehung von Jesus Christus zeige, dass Gott Gedanken des Friedens über dem Leben von uns Menschen habe. „Gott wird sich von dir finden lassen – in den schwierigsten Lebenssituationen und den schlimmsten Orten. So macht Gott das immer,“ so Gäckle.

„Shalom“: mehr als Konfliktfreiheit

In einer gemeinsamen Bibelarbeit sprachen der Journalist und Theologe Andreas Malessa und Johanna Weddigen, Geschäftsführerin von Alpha Deutschland, über „Friede mit dir – Fauler Friede“. Der biblische Begriff Schalom beschreibe mehr als Konfliktfreiheit, so Weddigen. Gemeint sei Ganzheit, Gerechtigkeit und ein Leben, das nicht auf Kosten anderer gehe. Frieden entstehe nicht automatisch, auch wenn man ihn suche. „Manchmal reichen wir jemandem eine Hand und das Gegenüber erwidert das nicht.“ Dennoch bleibe das Handreichen Auftrag. Malessa erinnerte an Vertrauensbrüche durch Machtmissbrauch in Kirchen. Skandale hätten viel Vertrauen zerstört, doch ein grundsätzlicher Misstrauensmodus sei keine Lösung. Ebenso widersprächen Schweigen und Kumpanei der Nächstenliebe. Sein Fazit: „Lieber eine ehrliche Gebrochenheit als eine gebrochene Ehrlichkeit.“

SPRING ist ein christliches Festival für alle Altersgruppen. Es findet seit 1998 immer in der Woche nach Ostern und seit 2010 in Willingen (Nordhessen) statt. Veranstalter ist die Evangelische Allianz in Deutschland.

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