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Libyen: EKD-Friedensbeauftragter fürchtet Eskalation der Gewalt

Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, äußert scharfe Kritik an den Luftangriffen auf Libyen.

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 Er fürchte, dass die Gewalt Muammar al-Gaddafis so nicht zu stoppen ist, sagte Brahms dem Internetportal «evangelisch.de». «Ich befürchte eher eine Eskalation der Gewalt.»

 Die Entscheidung für ein Flugverbot und dessen Durchsetzung hätten in der Vergangenheit oft weitere militärische Aktionen nach sich gezogen. «Dazu gehört dann auch die Intervention mit Bodentruppen mit vielen Opfern bei allen Beteiligten», gab Brahms zu bedenken: «Und was ist eigentlich das Ziel? Gaddafi lässt sich so jedenfalls nicht vertreiben.»

 Wieder einmal seien Alternativen zum militärischen Eingreifen nicht bedacht worden, kritisierte Brahms, der auch theologischer Repräsentant der Bremischen Evangelischen Kirche ist. Er nannte es «beschämend, wie lange Gaddafi vom Westen hofiert und das Öl gerne genommen wurde». Brahms plädierte für ein konsequentes Embargo gegen das Regime. Zudem brauche man Vermittler aus dem arabischen Raum, die Gespräche anbahnen und einen Waffenstillstand erreichen.

(Quelle: epd)

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