- Werbung -

Türkei: Meisner beklagt Einschränkungen für Christen in Tarsus

Der Kölner Kardinal Joachim Meisner beklagt Einschränkungen für Christen bei der Nutzung der Pauluskirche im türkischen Tarsus.

Nach dem Ende des Paulusjahres habe er erfahren, dass die zwischenzeitlich gelockerte Regelung für christliche Gottesdienste in der Kirche wieder verschärft worden sei, sagte der Kardinal dem «Kölner Stadtanzeiger» (Samstagsausgabe). Die Behörden hätten ihre Verprechen nicht eingehalten.

- Werbung -

  Nach Angaben Meisners müssen Messen in der Pauluskirche drei Tage vorher beim Direktor des zur Kirche gehörenden Museums beantragt werden. Besucher müssten für die Gottesdienste eine Eintrittskarte lösen, hieß es in einer Pressemitteilung des Erzbistums vom Freitag. Sollten die Gottesdienste Museumsbesucher beeinträchtigen, könne die Museumsleitung die Feiern auf eine halbe Stunde beschränken. Meisner sprach von einer «unwürdigen Behandlung» und von einer «massiven Verletzung» der Religionsfreiheit in der Türkei.

  Tarsus ist der Geburtsort des Apostels Paulus. An seinen Geburtstag vor 2.000 Jahren erinnerte die katholische Kirche mit dem Paulusjahr 2008/2009. Die Kirche war 1943 vom türkischen Staat beschlagnahmt und später als Militärlager genutzt worden. Seit einigen Jahren dient das Kirchengebäude als Museum, Gottesdienste waren nur nach Absprache mit der Museumsleitung möglich. In der vom Islam dominierten Türkei sind Christen bei der Ausübung ihrer Religion häufig benachteiligt. 

(Quelle: epd)

NEWS & Themen

NEWSLETTER

BLICKPUNKT – unser Tagesrückblick
täglich von Mo. bis Fr.
Wir liefern dir die interessantesten NEWS,
Interviews und Geschichten aus der christlichen Welt.
Kompakt, relevant, inspirierend.

Wie wir Deine persönlichen Daten schützen, erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.
Abmeldung im NL selbst oder per Mail an info@jesus.de

Konnten wir dich inspirieren?

Jesus.de ist gemeinnützig und spendenfinanziert – christlicher, positiver Journalismus für Menschen, die aus dem Glauben leben wollen. Magst du uns helfen, das Angebot finanziell mitzutragen?