Tag 288

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Lukas 9

Etwa acht Tage später nahm Jesus Petrus, Jakobus und Johannes mit auf einen Berg, um zu beten. Während er betete, veränderte sich das Aussehen seines Gesichts, und seine Kleider wurden strahlend weiß. Dann erschienen zwei Männer, Mose und Elia, und begannen mit Jesus zu sprechen. Auch sie waren von herrlichem Glanz umgeben. Sie sprachen darüber, wie er bald in Jerusalem sterben würde, um damit seinen Auftrag zu erfüllen. … Aus der Wolke drang eine Stimme: „Dies ist mein Sohn, mein Auserwählter. Hört auf ihn.“ Als die Stimme verhallt war, stand Jesus wieder allein da. Lange Zeit erzählten sie niemandem, was sie gesehen hatten.

Ähnlich wie bei seiner Taufe Jesus von Gott eine Beglaubigung bekam, so auch hier bei diesem etwas mysteriös wirkenden Ereignis. Jesus verändert seine Gestalt – und Mose und Elia erscheinen. Das ist für die Jünger eine mächtige Glaubensstärkung für den vor ihnen liegenden schweren Weg. Das finden sie natürlich toll und wollen diesen Moment konservieren. Verweile doch, du Augenblick, du bist so schön!

Doch dann tritt Gott selbst auf den Plan mit ähnlichen Worten wie bei Jesu Taufe. Die Jünger sind natürlich erschrocken – und dann ist der Spuk vorbei und sie sind wieder mit Jesus allein. Der Spuk? Nein, es handelte sich um eine wirkliche Gottesbegegnung. Es ist ähnlich wie bei der Geburt Jesu, als die Hirten durch die Engel vom Wunder im Stall erfuhren. Auch hier beglaubigt eine Erscheinung vom Himmel, dass Jesus der Sohn Gottes ist, um wirklich die letzten Zweifel bei den Jüngern zu beseitigen. Dass auch dieses Ereignis nicht dazu geführt hat, dass die Jünger dann durchweg im Angesicht der Bedrohung standhaft blieben, wird später noch deutlich werden.

Das ist das Doppelbödige bei solchen Highlights im Glaubensleben: Sie halten uns bei der Stange, immunisieren uns aber, so eindrücklich sie auch sein mögen, nicht gegen das Böse.