Tag 287

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Matthäus 16

Dann sagte Jesus zu den Jüngern: „Wer von euch mir nachfolgen will, muss sich selbst verleugnen und sein Kreuz auf sich nehmen und mir nachfolgen. Wer versucht, sein Leben zu behalten, wird es verlieren. Doch wer sein Leben für mich aufgibt, wird das wahre Leben finden. Was nützt es, die ganze Welt zu gewinnen und dabei seine Seele zu verlieren? Gibt es etwas Kostbareres als die Seele? Denn der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Herrlichkeit seines Vaters kommen und die Menschen nach ihrem Tun richten. Und ich versichere euch: Einige von euch, die jetzt hier stehen, werden nicht sterben, bevor sie den Menschensohn in seinem Reich kommen sehen.“

Nun ist es also raus – und nun konnte Jesus mit seinen Jüngern auch offen darüber reden. Doch was er ihnen zu sagen hat, schmeckt ihnen überhaupt nicht. Dass der Messias leiden oder gar sterben soll, war in ihrem Denken nicht vorgesehen. Da hatten sie sicherlich weit siegreichere Fantasien. Petrus legt auch gleich erschrocken Einspruch ein, aber Jesus erkennt das als Anfechtung Satans. Er muss diesen schweren Weg gehen.

Und überhaupt: Auch seine Nachfolger müssen sich selbst aufgeben. Der Messias wird nicht mit großem Hallo die Welt erobern. Dieser Tatsache kann man nicht ausweichen. Und wenn man als Nachfolger Christi doch versucht, sein Kreuz und das ihm zugedachte Leiden nicht aufzunehmen und dadurch sein Leben zu retten, wird man seine Seele verlieren. Wer A sagt, muss auch B sagen, nur so kommt er zu C. Wer nachfolgen will, braucht Konsequenz. Nur so hat er Anteil an Herrlichkeit und Auferstehung.