Matthäus 18
Da rief Jesus ein kleines Kind zu sich und stellte es vor sie hin. Dann sagte er: „Ich versichere euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, werdet ihr nie ins Himmelreich kommen. Deshalb: Wer so gering wird wie dieses Kind, der ist der Größte im Himmelreich. Und wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf. Wer aber eines dieser Kinder, die mir vertrauen, vom rechten Glauben abbringt, für den wäre es besser, er würde mit einem schweren Mühlstein um den Hals ins Meer geworfen werden.“
Wenn man weiß, dass man am Himmelreich Anteil hat, dann stellt man sich schon mal vor, wie es dort zugeht, insbesondere wer dort – abgesehen von Jesus natürlich – das Sagen hat. Mose? Elia? David? Oder etwa (bei aller Bescheidenheit, versteht sich) man selbst?
Die Antwort Jesu verblüfft. Das Schielen auf das Große ist in Bezug auf das Reich Gottes völlig unangebracht. Es gilt, so zu werden wie ein Kind. Die galten damals noch weniger als bei uns heute. Was heißt das? Kinder sind schutzlos, hilflos, arglos und vertrauen ihren Eltern; dabei sind sie aber meist fröhlich und unbeschwert. Ein schönes Bild für das Leben im Glauben. Denn wir sind nicht die Kings, sondern ebenso schutzbedürftig wie die Kinder.
Was Jesus sonst noch über die Kinder sagt, ist eine Warnpredigt an alle die, die Kinder für ihre eigenen Zwecke verbiegen wollen. Die werden ein böses Ende nehmen. Und alle Kinder dürfen wissen, dass Jesus sich ganz besonders für sie einsetzt.
