Tag 286

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Matthäus 16

Daraufhin fragte er sie: „Und was meint ihr, wer ich bin?“ Simon Petrus antwortete: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ Da erwiderte Jesus: „Du bist gesegnet, Simon, Sohn des Johannes. Denn das hat dir mein Vater im Himmel offenbart. Von einem Menschen konntest du das nicht haben. Von nun an sollst du Petrus heißen. Auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und alle Mächte der Hölle können ihr nichts anhaben. Ich werde dir die Schlüssel zum Himmelreich geben. Was du auf der Erde bindest, wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf der Erde öffnest, wird auch im Himmel offen sein.“

Es wurde in der Theologie viel diskutiert, ob Jesus selbst behauptet hat, der Messias (griechisch: Christus) zu sein. Oft steckt dahinter die Auffassung, dass Jesus letztendlich nur ein zwar vorbildlicher, aber doch ganz normaler Mensch gewesen sei ohne Anspruch, Gott zu sein. Liest man aber das Neue Testament, fragt man sich, wie man überhaupt auf solch eine Frage kommen kann. Im Johannesevangelium redet Jesus zum Beispiel über weite Strecken nur von seinem himmlischen Vater und seinem Anspruch.

Im Text hier wird klar, dass Jesus der im Alten Testament verheißene Messias ist. Eigentlich wird das vor allem den Jüngern und darunter besonders Simon klar. Das Volk hält ihn (immerhin) für einen Wiedergänger diverser geistlicher Lichtgestalten. Petrus bekommt als Erstes geoffenbart, wer Jesus wirklich ist. Deswegen sagt Jesus ihm auch zu, dass auf ihn sich die Gemeinde gründen soll. In der Apostelgeschichte wird es später Wirklichkeit.