Berlin: Muslime schreiben offenen Brief an Wulff
Deutsche Muslime haben sich in der laufenden Integrationsdebatte mit einem offenen Brief an Bundespräsident Christian Wulff gewandt.
Tübingen: Universität soll offenbar Imame ausbilden
Baden-Württemberg soll das erste Bundesland werden, in dem mit Unterstützung der Bundesregierung Imame für die Moscheen ausgebildet werden. Die Universität Tübingen soll offenbar künftig "Islamische Studien" anbieten.
Vom Evangelium inspiriert: Zehntausende besuchten den Gospelkirchentag in Karlsruhe
Mit einem großen Gottesdienst ist am Sonntag der 5. Internationale Gospelkirchentag in Karlsruhe zu Ende gegangen. «Karlsruhe hat in diesen Tagen einen Ausnahmezustand des Heiligen Geistes erlebt», sagte der badische evangelische Landesbischof Ulrich Fischer.
«Zeit Forum Kultur»: Absolutheitsanspruch der Religionen als Hindernis für Frieden
Vertreter des Christentums, des Islam und des Judentums hinterfragen den Absolutheitsanspruch von Religionen. «Die absolute Wahrheit ist allein bei Gott.
Gebet für Stuttgart: Prälat Mack verfasst Gebet für Weisheit bei umstrittenen...
Angesichts der Dauerproteste gegen das Bahnprojekt «Stuttgart 21» hat der Stuttgarter Prälat der evangelischen Landeskirche in Württemberg, Ulrich Mack, ein «Gebet für Stuttgart» verfasst.
Köln: Kardinal Meisner hält nichts von Online-Beichte im Internet
Der Kölner Kardinal Joachim Meisner hat sich gegen die Online-Beichte im Internet ausgesprochen. «Zur Beichte gehört das persönliche Gegenüber von Angesicht zu Angesicht», sagte der Erzbischof am Freitag bei einem Medienempfang in Köln. Dies sei im Internet nicht möglich. Gleichwohl sollte sich die Kirche in der digitalen Welt bewegen, empfahl Meisner. Er lobte das Internet als ein Medium, das in bisher nicht gekanntem Umfang Kommunikation erlaube.
Kabul: Ein Toter bei Protest gegen Koran-Verbrennung in Afghanistan
Bei gewaltsamen Protesten gegen die angekündigte Koran-Verbrennung durch einen evangelikalen Prediger in den USA ist in Afghanistan mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Wie afghanische Medien am Freitag berichteten, wurde ein Demonstrant bei Ausschreitungen vor einer NATO-Militärbasis im Norden des Landes erschossen.
UN-Behindertenkonvention: Zu wenig allgemeine Schulen für Behinderte offen
Für behinderte Kinder ist der Besuch allgemeiner Schulen auch im Schuljahr 2010/2011 nicht selbstverständlich. Zu diesem Ergebnis kommt die unabhängige Kontrollstelle zur Umsetzung der UN-Behindertenkonvention in einer Stellungnahme, die am Freitag in Berlin veröffentlicht wurde.
Evangelische Kirche: Spekulationen um Käßmann-Nachfolge in Hannover gehen weiter
Die Spekulationen um Bewerber für die Nachfolge von Margot Käßmann gehen weiter. Die «Hannoversche Allgemeine Zeitung» nannte am Freitag den Hildesheimer Superintendenten Helmut Aßmann als Kandidaten für das Bischofsamt in Hannover. Der 52-jährige Theologe bestätigte dem epd, dass eine Anfrage vorliege. Weitere Angaben machte er nicht. Der neue Bischof oder die neue Bischöfin für die größte evangelische Landeskirche in Deutschland wird von den 75 Kirchenparlamentariern während ihrer Herbstsynode vom 23. bis 26. November in Hannover gewählt. Die Zeitung hatte in den vergangenen Wochen wiederholt Namen ins Spiel gebracht. Unter anderen nannte sie den Auslandsbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Martin Schindehütte (61), und den EKD-Militärbischof und lippischen Landessuperintendenten Martin Dutzmann (54) als mögliche Bewerber. Dutzmann wies den Bericht umgehend als «frei erfunden» zurück. Schindehütte wollte das Gerücht nicht kommentieren. Die Suche nach einem Nachfolger für Käßmann, die im Februar nach einer Autofahrt unter Alkoholeinfluss zurückgetreten war, ist laut Verfassung Aufgabe des Kirchensenats. Er ist ein Runder Tisch, an dem Vertreter aus allen kirchenleitenden Gremien zusammenkommen. In den kommenden beiden Wochen würden sich die Bewerber sowohl dem Senat als auch den beiden Richtungsgruppen in der Synode vorstellen, sagte Kirchensprecher Johannes Neukirch. Der «Gruppe Offene Kirche» gehören 44 Mitglieder an, der eher konservativen «Lebendigen Volkskirche» 31. Laut Kirchenverfassung können für die Wahl bis zu drei Kandidaten benannt werden. Aßmann leitet seit sechs Jahren den Kirchenkreis Hildesheim. Zuvor war er Leiter des Personalreferats im Evangelischen Kirchenamt für die Bundeswehr und als Dekan für die deutschen Militärpfarrer im NATO-Ausland zuständig. Er hatte zunächst Physik und Meteorologie studiert und am Max-Planck-Institut in Hamburg mitgearbeitet. Nach seinem Wechsel zur Theologie war er Standort- und Gemeindepfarrer in Munster, bis er 1998 ins Kirchenamt für die Bundeswehr ging. Das Landeskirchenamt hatte bereits am Mittwoch Medienspekulationen über Bewerber scharf zurückgewiesen. «Ich finde es unerträglich, dass bei dieser wichtigen Entscheidung vorab öffentlich Namen ins Spiel gebracht werden», sagte Kirchenamtspräsident Burkhard Guntau. Käßmann war bis zu ihrem Rücktritt auch EKD-Ratsvorsitzende. Die EKD-Synode wählt den Spitzenrepräsentanten des deutschen Protestantismus Anfang November neu. Bislang übt der bisherige Stellvertreter Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, das Amt aus.
Jones lenkt ein: Geplante Koran-Verbrennung vorerst abgesagt
Verwirrung um die geplante Koran-Verbrennung in den USA: Der Prediger Terry Jones kündigte am Donnerstag (Ortszeit) nach einem Telefonat mit US-Verteidigungsminister Robert Gates an, er werde die Aktion absagen, machte aber später einen Rückzieher.
