Die hannoversche Landeskirche will im September Gespräche mit möglichen Kandidatinnen und Kandidaten für das Bischofsamt führen.
In seinem ersten Bericht vor der Synode regte der stellvertretende Landesbischof Hans-Hermann Jantzen am Freitag an, die Übergangszeit bis zur Neuwahl im November zu nutzen. Es sollte grundsätzlich über das Bischofsamt nachgedacht werden: «Die öffentliche Fokussierung auf ein Amt kann sehr unbarmherzig sein und die Erwartungen ins Unermessliche steigen lassen», sagte Jantzen vor dem Kirchenparlament in Hannover.
Der Lüneburger Regionalbischof hatte nach dem Rücktritt Margot Käßmanns stellvertretend die Geschäfte des Bischofsamtes übernommen. Jantzen begann seinen Bericht mit einem Dank an die am Mittwoch verabschiedete frühere Landesbischöfin: «Unsere Landeskirche hat Margot Käßmann viel zu verdanken.» Sie habe die Kirche für viele geöffnet, Mitarbeitende motiviert und Menschen Mut zum Glauben gemacht, sagte Jantzen: «Kein Wunder, dass viele Menschen auch ein gutes Vierteljahr nach ihrem Rücktritt noch Trauer und Enttäuschung empfinden.»
Der Rücktritt werfe aber auch die Frage auf, was die Kirche ihren Spitzenleuten zumute. Auch das bischöfliche Amt könne als eine Gemeinschaftsaufgabe gesehen werden, sagte Jantzen. Das Amt brauche eine «Entschleunigung».
(Quelle: epd)
