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Religionssoziologe: Wirtschaftskrise führt zu mehr Kirchenaustritten

Die Wirtschaftskrise erhöht nach Auffassung des Münsteraner Religionssoziologen Detlef Pollack die Bereitschaft, aus der Kirche auszutreten.

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Die Ersparnis der Kirchensteuer sei ein wesentliches Motiv für Kirchenaustritte, erklärte der Wissenschaftler vom Forschungsbereich «Religion und Politik» an der Universität Münster am Dienstag. Die Ausstiegsraten stiegen immer dann, wenn die Finanzbelastung wachse. Das sei auch bei der Einführung des Solidaritätszuschlags im Jahr 1992 so gewesen.

Die Austritte hätten zugleich aber auch mit einer sinkenden Religiosität zu tun, erläuterte Pollack. «Menschen, die austreten, haben zumeist die Beziehung zu Glauben und Kirche verloren», sagte der Religionssoziologe. Die Wirtschaftslage sei dann der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringen würde. Laut Statistik kehrten vor allem Besserverdiener, Städter und Männer der Kirche den Rücken. Für sie mache sich der Austritt finanziell am ehesten bemerkbar, erklärte Pollack weiter.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, hatte am Montag in Fulda bekanntgegeben, dass im Jahr 2008 mehr als 120.000 Mitglieder aus der katholischen Kirche ausgetreten sind. Im Vorjahr waren es laut Zollitsch noch 93.000 Austritte gewesen. 

(Quelle: epd)

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