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Schauspieler mit Down-Syndrom: „Wir sind nicht gefährlich“

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Sebastian Urbanski, ein Berliner Schauspieler mit Down-Syndrom und Mitglied im Bundesvorstand der Lebenshilfe, hat anlässlich des internationalen Tags der Familie (15. Mai) Bluttests an Schwangeren kritisiert. Mit ihnen können die Kinder noch im Mutterleib unter anderem auf Trisomie 21, also Down-Syndrom, getestet werden. „Wenn dann beim Baby mit großer Wahrscheinlichkeit das Down-Syndrom festgestellt wird, bekommen die Eltern oft Angst und wollen ihr Kind nicht mehr haben. Aber wir Menschen mit Down-Syndrom sind doch nicht gefährlich. Wir wollen leben und nicht getestet werden. Und wir wollen, dass sich die Eltern auf uns freuen können!“, sagte er. Er wünscht sich, dass die Familien stattdessen umfassende Unterstützung erhalten, heißt es in einer Mitteilung der Lebenshilfe: „Dann braucht auch keiner Angst vor uns zu haben.“

Bevor die Bluttests von der Krankenkasse bezahlt werden können, muss noch eine Versicherteninformation verabschiedet werden. Mit dem Papier sollen sich Eltern für oder gegen den Test entscheiden können. Auch diese Vorlage kritisiert die Lebenshilfe zusammen mit weiteren Verbänden. An der Entstehung seien weder Menschen mit Beeinträchtigung noch deren Familien beteiligt. „Über Texte und Bilder wird in der Broschüre nahegelegt, es sei kein Grund zur Freude, wenn das Testergebnis auf das Down-Syndrom hindeutet. Aber selbstverständlich gibt es werdende Eltern, die sich auf ihr zukünftiges Kind freuen, wie auch immer es auf die Welt kommen mag“, heißt es in einer Stellungnahme. So erscheine das werdende Kind als Problem und nicht der fortbestehende Mangel an Unterstützung für Eltern von Kindern mit Beeinträchtigung. (nate)

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