Dominik Forster
Dominik Forster (Bild: SCM Bundes-Verlag / privat)

Nie hätte Dominik Forster sich nach seiner leidvollen Schulzeit vorstellen können, einmal vorne an der Tafel zu stehen. Doch sein Leben nahm eine ungeahnte Wende.

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In der Schule wird Dominik gemobbt. Irgendwann beschließt er, dass sein Leben nicht so weitergehen kann und versucht, „cool“ zu werden. Auf einer Jugendfreizeit nimmt er zum ersten Mal Drogen. Kurze Zeit später gründet er seine eigene Bande und beginnt, Drogen zu verkaufen. Mit 21 Jahren sitzt er deswegen für zwei Jahre und sechs Monate in Hochsicherheitsjugendhaft. Nach seiner Entlassung wird er obdachlos, hat 23.000 Euro Schulden und wird privatinsolvent. „2012 war mein Leben dermaßen im Arsch, dass die beste Option gewesen wäre, mich einfach umzubringen“, resümiert er.

Aber Dominik hatte Glück: Er lernt einen fähigen Sozialarbeiter kennen und wandert mit ihm von Deutschland nach Italien. Während dieser Alpenüberquerung wird ihm klar:

Es gibt kein besseres Gefühl, als Bock auf sein Leben zu haben.

„Genau das möchte ich heute Schülern vermitteln. Es ist möglich, sein eigenes High-Gefühl hervorzurufen – durch Berufung, Beziehung und Leidenschaft.“ Dominik hat inzwischen zwei Bücher geschrieben, zwei Hörbücher und Podcasts produziert und das 90-minütige Stand-up-Programm „Flashback“ entwickelt. Sein Ziel ist es, Kinder und Jugendliche davon abzuhalten, süchtig zu werden und Süchtige auf ihrem Weg aus der Sucht zu begleiten. Er klärt auf, was Abhängigkeit ist, wie sie funktioniert, dass sie ganz schleichend kommt, und was man tun kann, wenn man betroffen ist. Dabei macht er deutlich: „Der größte Fehler ist zu glauben, dass es mir nicht passieren kann. Jeder kennt mindestens eine Person, die zu viel trinkt oder da nicht so zurechtkommt. Es ist aber nicht unmöglich, aus der Sucht wieder herauszukommen. Süchtig bist du für dein ganzes Leben, aber du lernst, mit dieser Sucht umzugehen.“


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Dieses Kurzporträt schrieb Anna-Lara Kunz für das Magazin DRAN (Ausgabe 07/2020). DRAN ist ein Produkt des SCM Bundes-Verlags, zu dem auch Jesus.de gehört. Wer mehr über das Leben und die Arbeit von Dominik Forster erfahren möchte, wird auf seiner Website fündig.

 

 

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