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Vatikan: Italiens Notenbank blockiert elektronische Zahlungsmittel

Im Gebiet des Vatikan sind sämtliche elektronischen Zahlungsmittel außer den EC-Karten der Vatikanbank IOR blockiert. Italiens Notenbank habe den Zahlungsverkehr wegen fehlender Lizenz unterbunden, berichtete die römische Tageszeitung "La Repubblica" am Donnerstag.

 Im Supermarkt neben dem Petersdom, in der angrenzenden Apotheke sowie im Textilgeschäft im ehemaligen Bahnhofsgebäude können Vatikanmitarbeiter, Ordensleute und Angehörige von Diplomaten, die beim Heiligen Stuhl akkreditiert sind, künftig nur noch bar, mit Scheck oder mit einer EC-Karte der Vatikanbank zahlen. Bis auf weiteres akzeptieren auch die Vatikanischen Museen, die mit Eintrittsgeldern und dem Verkauf von Postkarten und Katalogen die größte Einnahmequelle des Vatikanstaats bilden, keine elektronischen Zahlungsmittel mehr.

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 Italienische Medien spekulieren über einen Verdacht auf unzureichende Maßnahmen gegen Geldwäsche als Grund für die Blockade. Bislang wickelte die Deutsche Bank Italia Zahlungen mit EC- und Kreditkarten von nicht vatikanischen Geldinstituten für den kleinsten Staat der Welt ab.

 Im vergangenen Sommer hatte der Expertenausschuss des Europarates für Maßnahmen gegen Geldwäsche, Moneyval, eine gemischte Bilanz zu den bisherigen Bemühungen des Vatikanstaats um Transparenz der eigenen Finanzinstitutionen gezogen. Die Experten forderten, unabhängige Kontrollen über das Finanzgebaren im Vatikan zu verstärken. Zuvor hatten Ermittlungen wegen des Verdachts auf Geldwäsche durch die Vatikanbank wiederholt international für Aufsehen gesorgt.

(Quelle: epd)

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