Vor der Generalsynode der Kirche von England hat der britische Oberrabbiner Sir Ephraim Mirvis scharfe Kritik an einem Positionspapier palästinensischer Christen geübt.
Am Sonntag will die Generalsynode der Kirche von England im Rahmen einer Debatte über Frieden im Nahen Osten über das Dokument „Kairos II“ diskutieren. Die Vorlage stammt von palästinensischen Christen. Darin wird der Krieg im Gazastreifen als „Genozid“ bezeichnet. Außerdem ist von „ethnischen Säuberungen“ durch Vertreibungen die Rede. Der Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober wird verurteilt, jedoch als Folge von „Ungerechtigkeit“ und „Unterdrückung“ durch Israel dargestellt.
Wie das Religion Media Centre berichtet, hat der britische Oberrabbiner Sir Ephraim Mirvis das Dokument scharf kritisiert. Die Leiden der palästinensischen Christen müssten anerkannt werden. Mirvis wirft den Verfassern jedoch vor, mit „Falschbehauptungen“ zu arbeiten und durch die Wortwahl den Gedanken eines jüdischen Staates infrage zu stellen. Zudem könne „Kairos II“ bestehende Friedensvereinbarungen untergraben.
Die anglikanische Erzbischöfin Sarah Mullally hatte im vergangenen Monat palästinensische Christen besucht und ihnen zugesichert, sich in ihrem Amt für Frieden und Freiheit der Palästinenser einzusetzen.
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