Trauer um Brian Doerksen (1965-2026)

Ein Nachruf von Martin Gundlach

In den frühen Morgenstunden des 21. Juli ist der Sänger, Songwriter, Ehemann und Familienvater Brian Doerksen nach einer kurzen, schweren Erkrankung gestorben. Wir trauern mit seiner Frau Joyce und seiner großen Familie. Brian Doerksen war einer der international erfolgreichsten und bekanntesten christlichen Künstler. Nicht nur in seiner kanadischen Heimat und in Nordamerika, sondern auch im deutschsprachigen Raum. Hier hat seine Familie ihre Wurzeln und hier war er auch immer gern. Viele seiner Songs sind ins Deutsche übersetzt. Von ihm stammen Lieder wie „Come now is the time to worship“ oder „Refiner’s fire“. In wie vielen Gottesdiensten wurde gesungen: „Komm, jetzt ist die Zeit, wir beten an“!

Ich schreibe hier aber nicht nur einen „Nachruf“, sondern bin von der überraschenden Nachricht selbst richtig getroffen. Brians Lieder haben mich durch Krisen getragen und in schwierigen Zeiten die Nähe Gottes fühlen lassen. Wir haben uns vor vielen Jahren bei einer Lüdenscheider Worship Night kennengelernt und nie mehr so ganz aus den Augen verloren. Wir sind beide derselbe Jahrgang, 1965. Dadurch waren und fühlten wir uns verbunden.

Und: Er war ein Freund von der Zeitschrift AUFATMEN, deren Redakteur ich bin. Er veröffentlichte bei uns bis zum vorletzten Jahr seine Kolumnen. Er hat dort sein Leben geteilt und viele Hintergründe zu seinen Liedern erzählt. Wir haben hin- und hergemailt, zuletzt zu seiner Frage, ob wir ihm helfen könnten, in Deutschland Veranstalter für kleine Konzerte zu finden. Er liebte es, im deutschsprachigen Raum unterwegs zu sein, wollte aber lieber in einem überschaubaren Rahmen auftreten. So war er.

Er mochte es, in seiner abgeschiedenen kanadischen Heimat zu sein. Er liebte seine unaufgeregte mennonitische Umgebung. Ein demütiges, leiderprobtes und offenes Gottvertrauen war sein Markenzeichen. Vielleicht waren deshalb seine Lieder – und er selbst mit seinem ganzen Leben – Inspiration und Ermutigung für viele. Seine Stimme wird uns fehlen, seine Lieder werden bleiben.

Das Bild oben zeigt Brian (rechts) und mich bei einem gemeinsamen Frühstück hier in Witten 2018.

Das dabei entstandene Interview findet ihr hier:

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1 Kommentar

  1. Lieber Martin,
    herzlichen Dank Dir für Deine feinen Worte zu Brian Doerksen! Mir geht es ähnlich wie Dir! Wir können ihm alle sehr dankbar sein, dass er die Klagen wieder zu Liedern gemacht + uns unsere Schräglage + unseren Mangel gezeigt hat, weil er selbst durch so viel schweres Leid musste + es ehrlich bewältigt hat.
    Was denkst Du, wie wäre das, seine Texte bei Euch zu 1em Dank-Heft zusammenzunehmen, vielleicht ergänzt durch seine Lieder in deutsch +/oder auch englisch?
    So oder so, herzliche Grüße, auch an Anja + Anja, Ecki + Olga, Ralf, Agnes + Dana + Euch allen viel Kraft, Schutz + Gottes Segen!
    Jörg Lawrenz (aus Dortmund; meine Visitenkarte ist im Netz unter Google-Fotos bei meinem Namen)

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