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Frankfurter Bibelhaus: VR Reise in die Welt des Paulus

Das Bibelhaus Erlebnis Museum in Frankfurt am Main lässt Besucher anhand einer Münzausstellung mit VR-Brillen eine Zeitreise in die Welt des Apostels Paulus erleben – Begegnungen mit Avataren und detailreichen 3D-Modellen inklusive.

Münzen aus der Antike und ihre spielerisch virtuelle Erkundung sind vom 21. August bis 1. November im Bibelhaus Erlebnis Museum in Frankfurt am Main zu sehen. Die Ausstellung «VR Reise mit Paulus – Münzen aus aller Welt vor 2.000 Jahren» zeige neun Silber- und Bronzemünzen aus Städten, die der Apostel Paulus besuchte und deren Gemeinden er Briefe schrieb, sagte Museumsdirektor Veit Dinkelaker am Donnerstag.

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Die Münzen aus Ephesus, Korinth, Thessaloniki, Philippi oder Paulus‘ Geburtsort Tarsus zeigen Porträts der Regenten und Gebäude der Antike, wie den Artemis-Tempel in Ephesus. Die meist nur fingelnagelgroßen Münzen lassen sich durch die VR-Präsentation des Sonderforschungsbereichs «Andere Ästhetik» der Universität Tübingen vergrößert virtuell in die Hand nehmen und erkunden.

«Ein Super-Tool»

Die Präsentation mit einer der sieben VR-Brillen sei «ein Super-Tool, um junge Leute ins Museum zu holen», sagte der Tübinger Software-Entwickler Luca Dreiling. «Sie hat auch viel Erfolg bei alten Leuten.»

Die Besucher können virtuell verschiedene Räume betreten, dort die Münzen mithilfe von Joysticks in die Hand nehmen, vergrößern und betrachten sowie Erklärtexte und Hörstücke abrufen. Am Ende eines jeden Raums wartet ein kurzes Spiel, bei dem sich in Anlehnung an Paulus‘ Leben Punkte gewinnen lassen: Die Besucher können Münzen in Säcke werfen, einen Teppich flicken oder sich vor dem Artemis-Tempel in Ephesus gegen einen Mob verteidigen.

Weltweite Idee des Teilens

Die Münzen erinnerten an das Anliegen des Apostels, erklärte Direktor Dinkelaker. Paulus habe gepredigt: «Ihr lebt aus der Gnade Gottes und gebt sie weiter, in dem ihr teilt.» Das griechische Wort «Charis» bedeute Gnade und Gabe zugleich. Der Apostel habe in seinen Briefen dazu aufgerufen, für die notleidende Gemeinde in Jerusalem zu sammeln und solidarisch zu teilen. Paulus habe die jährliche Sammlung der ausgewanderten Juden für den Tempel in Jerusalem zu einer weltweiten Idee des Teilens gemacht. Die virtuelle Schau mache erlebbar, welche Rolle Geld im Umfeld des Apostels spielte.

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Die Ausstellung ist nach Frankfurt auch in Jena, Winterthur und Wien zu sehen. Öffnungszeiten in Frankfurt: Di. bis Sa. 10 – 17 Uhr, So. 14 – 18 Uhr, an Feiertagen geschlossen. Die App «Apostel Paulus und das Geld» ist von den Entwicklern zum kostenlosen Download auf Online-Plattformen wie Steam oder Meta für VR-Computerspiele bereitgestellt.

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Quelleepd

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