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Internationales Aufsehen: Schriftzug «Arbeit macht frei» in Auschwitz gestohlen

Die berüchtigte Inschrift «Arbeit macht frei» über dem Tor des früheren Konzentrationslagers Auschwitz ist in der Nacht zum Freitag gestohlen worden.

Die berüchtigte Inschrift «Arbeit macht frei» über dem Tor des früheren Konzentrationslagers Auschwitz ist in der Nacht zum Freitag gestohlen worden. Das Fehlen des Schriftzugs aus Metall wurde vom Wachdienst der KZ-Gedenkstätte am frühen Morgen entdeckt, wie der polnische Radiosender RFM berichtete. Der Diebstahl löste in Polen und international Empörung aus. Staatspräsident Lech Kaczynski rief die Bevölkerung zur Mithilfe bei der Suche nach den Tätern auf.

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 Anstelle des entwendeten Schriftzugs wurde eine Kopie am Tor angebracht. Die Nationalsozialisten hatten in dem Konzentrations- und Vernichtungslager zwischen 1940 und Januar 1945 bis zu 1,5 Millionen Menschen ermordet. Die meisten von ihnen waren Juden aus den von Deutschland besetzten Ländern. Polnischen Medien zufolge gab es bereits früher Versuche, die historische Inschrift zu stehlen.

 «Die Täter waren gut vorbereitet», erklärte Jaroslaw Mensfeldt, der Sprecher der Gedenkstätte auf einer Pressekonferenz. Nach Angaben der Krakauer Polizei gibt es bislang keinen Hinweis auf die Täter. Es seien aber mindestens zwei Diebe am Werk gewesen, die mit einer Leiter den Schriftträger abmontieren konnten. Sie sollen nach bisher unbestätigten Informationen auf Video aufgezeichnet worden sein. Die Polizei sperrte die Straßen um die Gedenkstätte weiträumig ab.

 Eine «Kriegserklärung» von vermutlichen Neonazis nannte Avner Shalev, Direktor der israelischen Erinnerungsstätte Yad Vashem in Jerusalem, den Diebstahl in einer schriftlichen Erklärung. Stefania Koziol, Vorsitzende der Gesellschaft zur Denkmalspflege von Auschwitz, berichtete von vielen Anrufen aufgebrachter ehemaliger Häftlinge. Sie äußerte die Hoffnung, dass der Schriftzug bis bis zu den Feierlichkeiten zum 65. Jahrestag der Befreiung des Lagers am 27. Januar gefunden wird. Auch viele polnische Politiker brachten ihre Empörung zum Ausdruck.

 Polen steht nun unter großem internationalen Druck, den Schriftzug ausfindig zu machen. Für die Ergreifung der Täter hat die Polizei eine Belohnung von umgerechnet 1.200 Euro ausgesetzt. 

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(Quelle: epd)

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