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Nach Käßmann-Wahl: Bischof Weber fordert von Orthodoxen Respekt in der Ökumene

Der braunschweigische Landesbischof Friedrich Weber hat die russisch-orthodoxe Kirche wegen des Abbruchs der Gespräche mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) scharf kritisiert.

Zur Ökumene gehöre Respekt vor der Haltung des anderen, sagte Weber, der auch Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) ist, am Samstag in Goslar vor der Synode seiner Landeskirche. Frauen im Pfarramt und Bischöfinnen seien in der EKD eine sehr bewährte Praxis.

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 Die russisch-orthodoxe Kirche lehnt Frauen im Bischofsamt ab. Wegen der Wahl von Margot Käßmann zur Ratsvorsitzenden der EKD haben Vertreter des Außenamtes der russisch-orthoxen Kirche angekündigt, die Kontakte zur EKD auszusetzen.

 Weber sagte, er beobachte eine schleichende Tendenz in christlichen Kirchen, Erreichtes und Bewährtes in Frage zu stellen. Das gelte inzwischen auch für einige Mitgliedskirchen des Lutherischen Weltbundes (LWB).

 Auch Käßmann und EKD-Auslandsbischof Martin Schindehütte hatten am Freitag in einem Schreiben an den Moskauer Patriarchen Kyrill I. ihr Unverständnis mitgeteilt. Sie kritisierten, dass einige Vertreter des Außenamtes der russisch-orthodoxen Kirche die Wahlen zum EKD-Rat in «unangemessener Weise» kommentiert hätten. Zugleich versicherten sie, dass die EKD an einer Fortsetzung des Dialogs interessiert sei.

 Der Generalvikar der serbisch-orthodoxen Diözese für Mitteleuropa, Erzpriester Milan Pejic aus Hannover, äußerte sich am Freitag ebenfalls verwundert über die Ankündigung aus Moskau. Die russische Kirche habe die Möglichkeit gehabt, sich vor der Wahl zu äußern, denn es sei bekannt gewesen, dass Käßmann kandidiere.  

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(Quelle: epd)

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