Tag 251

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Markus 2

Danach kehrte Jesus zurück ans Ufer des Sees und lehrte die Menschen, die sich um ihn versammelten. Als er weiterging, sah er Levi, den Sohn des Alphäus, am Zollhaus sitzen. „Komm, folge mir nach“, sagte Jesus zu ihm. Da stand Levi auf und folgte ihm nach. Danach lud Levi Jesus und seine Jünger zum Essen ein. Er bat auch viele Steuereintreiber und andere Menschen, die als Sünder galten, dazu. Viele von ihnen gehörten zu der Menge, die Jesus folgte. Als nun aber einige der Schriftgelehrten, die zu den Pharisäern gehörten, sahen, dass Jesus mit diesen Leuten aß, sagten sie zu seinen Jüngern: „Warum isst er mit diesem Abschaum?“ Als Jesus das hörte, sagte er zu ihnen: „Die Gesunden brauchen keinen Arzt – wohl aber die Kranken. Ich bin gekommen, um Sünder zu rufen, nicht Menschen, die sich schon für gut genug halten.“

Wer fehlt noch in der Zusammenstellung von Menschen, denen Jesus sich besonders zugewandt hat? Die korrupten halbkriminellen Herren vom Zoll und ähnliches Gelichter. Die waren zwar zuweilen recht wohlhabend, aber auf Kosten der anderen. Doch selbst für diese Leute ist Jesus offen. Mehr noch: Einen ihrer Vertreter beruft er sogar in den Kreis seiner engsten Vertrauten. Diese Zuwendung kann man auf Seiten der Schriftgelehrten nun überhaupt nicht begreifen. Kann Jesus nicht besser auf angemessenen Umgang achten?

Die Antwort steht im letzten Satz: Klar, dass man in der Regel nur zum Arzt geht, wenn man krank ist. Wer sich aber nicht krank fühlt, dem braucht man offenbar nicht zu helfen – dem ist aber auch nicht zu helfen! Glaube und geistlicher Dünkel schließen einander aus. Wir sind letztlich alle Bedürftige, wir sind alle krank und sind alle Sünder; nur haben wir es vielleicht noch nicht so richtig begriffen.