Matthäus5
„IhrseiddasSalz der Erde. Doch wozu ist Salz noch gut, wenn es seinen Geschmack verloren hat? Kann man es etwa wieder brauchbar machen? Es wird weggeworfen und zertreten, wie etwas, das nichts wert ist. Ihr seid das Licht der Welt – wie eine Stadt auf einem Berg, die in der Nacht hell erstrahlt, damit alle es sehen können. Versteckt euer Licht nicht unter einem umgestülpten Gefäß! Stellt es lieber auf einen Lampenständer und lasst es für alle leuchten. Und genauso lasst eure guten Taten leuchten vor den Menschen, damit alle sie sehen können und euren Vater im Himmel dafür rühmen.“
Wir sollen das Salz der Erde und das Licht der Welt sein? Falsch! Wir sind es. Und zwar, weil wir zu Jesus gehören. Allerdings können Chancen verpasst werden. Das Salz kann seinen Geschmack verlieren, das Christsein seine Würze, seinen Biss. Tut man geschmackloses Salz in eine Suppe, ändert das nicht wirklich etwas am Geschmack. Manche Christen hantieren mit beeindruckenden Gesten wie mit riesigen Salzstreuern (dagegen sind die Pfeffermühlen beim Italiener geradezu handliche Gerätschaften). Aber was aus dem Salzstreuer kommt, ist dann fad. Christen müssen den Geschmack der Suppe verändern – und sie tun es auch, wenn sie Christus nachfolgen!
Und wir sind Licht. Es ist ausgemachte Zweckentfremdung, eine Lampe zu verstecken, etwa unter einem Eimer. Licht ist zum Leuchten da. Keine falsche Bescheidenheit! Das Licht gehört dahin, wo es wirklich hilft, nämlich in die Welt. Warum? Damit alle es sehen und von unseren guten Werken auf den Vater im Himmel schließen können. Allerdings wird zugegebenermaßen sehr viel Energie damit verbraucht, zu überlegen und zu diskutieren, wo man denn seine Lampe nun hinstellen soll …
