Tag 267

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Matthäus 7

„Nehmt euch vor falschen Propheten in Acht. Sie kommen daher wie harmlose Schafe, aber in Wirklichkeit sind sie gefährliche Wölfe, die euch in Stücke reißen wollen. Ihr erkennt sie an ihrem Verhalten, so wie ihr einen Baum an seinen Früchten erkennt. An Dornbüschen wachsen keine Trauben und an Disteln keine Feigen. Ein gesunder Baum trägt gute Früchte, ein kranker Baum dagegen schlechte.“

Mit den falschen Propheten hatten die Israeliten schon zur Zeit des Alten Testaments zu tun. Es gibt sie auch heute noch als Wölfe im Schafspelz. Man beachte aber auch wirklich, dass sie einen Schafspelz tragen! Würde ein „Wolf“ mit billigen Verführungstricks durch die Reihen unserer Gemeinden gehen, wäre das kaum eine Gefahr für uns Christen. Aber die geschickte Verkleidung der Wölfe führt dazu, dass wir sie tatsächlich für Schafe halten – und manchmal sind es sogar die Oberschafe.

Dennoch sind sie zu erkennen, auch wenn sie wie wir „mäh“ rufen. Leider lässt uns der Text im Dunkeln, wie wir verkleidete Wölfe denn nun genau erkennen. Erschwerend kommt hinzu, dass falsche Propheten sich für echte Propheten halten und Wölfe im Schafspelz auch für echte Schafe. Hier heißt es, wachsam zu sein. Wenn wir mit Jesus leben, geschieht es, dass uns einige Dinge bei anderen vielleicht merkwürdig vorkommen. Dabei steht uns aber oft eine falsche Bescheidenheit im Weg. Man hält den Schafswolf (obwohl man nicht ganz mit ihm übereinstimmt) für den Experten in Sachen Christsein und setzt sich dadurch selbst ins Unrecht. Das geht eine Weile äußerlich gut – und hinterher kommt das böse Erwachen (meistens für uns, nicht für den Schafswolf).

Heutzutage nennen wir das, was die Schafswölfe machen, „geistlichen Missbrauch“. Wir müssen wachsam Gottes Wort lesen und mit Jesus in Verbindung bleiben, damit wir das Original von der Fälschung unterscheiden können.