Tag 281

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Matthäus 10 in Auszügen

Jesus rief seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, böse Geister auszutreiben und alle Arten von Krankheiten und Leiden zu heilen. Jesus sandte die zwölf Jünger aus und gab ihnen folgenden Auftrag: „… Seht, ich sende euch aus wie Schafe unter die Wölfe. Seid vorsichtig wie die Schlangen und sanft wie die Tauben. Aber hütet euch vor den Menschen! Denn ihr werdet vor die Richter gezerrt und in den Synagogen geschlagen werden. Um meinetwillen müsst ihr Statthaltern und Königen Rede und Antwort stehen. Das wird euch Gelegenheit geben, ihnen von mir zu erzählen und so vor der Welt als Zeugen für mich aufzutreten. Wenn ihr verhaftet werdet, macht euch keine Sorgen, was ihr zu eurer Verteidigung sagen sollt, denn Gott wird euch zur rechten Zeit die rechten Worte in den Mund legen. Nicht ihr seid es, die dann reden – nein, der Geist eures Vaters wird durch euch reden. … Wer sich hier auf der Erde öffentlich zu mir bekennt, den werde ich auch vor meinem Vater im Himmel kennen. Aber wer mich hier auf der Erde verleugnet, den werde ich auch vor meinem Vater im Himmel verleugnen. … Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist es nicht wert, zu mir zu gehören; und wer seinen Sohn oder seine Tochter mehr liebt als mich, der ist es nicht wert, zu mir zu gehören. Wer sich weigert, sein Kreuz auf sich zu nehmen und mir nachzufolgen, ist es nicht wert, zu mir zu gehören. Wer an seinem Leben hängt, wird es verlieren; aber wer es für mich aufgibt, wird es finden.“

Jüngerschaftskurse sind seit den letzten 20 Jahren sehr angesagt. Hier haben wir sozusagen die Mutter aller Jüngerschaftskurse, präsentiert vom Herrn selbst.

Es gibt eine Menge Arbeit, aber die Jünger müssen sich auch auf einiges gefasst machen. Nicht jeder wird sie willkommen heißen, obwohl sie auch Kranke heilen und Dämonen austreiben – diese Vollmacht hat Jesus ihnen übertragen. Die Jünger sollen dabei freundlich bleiben und Gelegenheiten zum Bekenntnis nutzen; aber Leuten, die nichts vom Evangelium wissen wollen, auch nicht hinterhertrauern. Grundtenor der Rede: Es erwartet die Jünger große Gefahr, aber auch eine mächtige Rückendeckung.

Was vielleicht am schmerzlichsten ist: Der Riss in Bezug auf die Anerkennung Jesu geht mitten durch Familien hindurch. Die Kultur der Israeliten war damals noch weit familiärer orientiert als unsere Individualgesellschaft heute. Was muss das für ein Schock sein, wenn da Einzelne ausscheren und einen neuen Glauben annehmen. Wir erleben das heute manchmal, wenn Muslime zum Glauben kommen und von ihren Familien wirklich bis aufs Blut verfolgt werden. Aber so traurig es zunächst ist: Nicht die Familienbande – die geistliche Gemeinschaft mit Jesus ist es, was in der Ewigkeit Bestand haben wird.