Tag 349

0

1. Korinther 15

Ich habe euch das weitergegeben, was am wichtigsten ist und was auch mir selbst überliefert wurde – dass Christus für unsere Sünden starb, genau wie es in der Schrift steht. Er wurde begraben und ist am dritten Tag von den Toten auferstanden, wie es in der Schrift steht. Er wurde von Petrus gesehen und dann von den zwölf Aposteln. Danach sahen ihn mehr als fünfhundert seiner Anhänger auf einmal, von denen die meisten noch leben; nur einige sind inzwischen gestorben. Dann wurde er von Jakobus gesehen und später von allen Aposteln. Als Letzter von allen habe auch ich ihn gesehen, so als wäre ich zur falschen Zeit geboren worden. Denn ich bin der geringste der Apostel und eigentlich nicht wert, Apostel genannt zu werden, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe.

Aber nun frage ich euch: Wenn wir predigen, dass Christus von den Toten auferstanden ist, wie können einige von euch da behaupten, es gäbe keine Auferstehung der Toten? Wenn es nämlich keine Auferstehung der Toten gibt, dann ist auch Christus nicht auferstanden. Und wenn Christus nicht auferstanden ist, dann war unser Predigen wertlos, und auch euer Vertrauen auf Gott ist vergeblich.

Die Auferstehung ist die Grundlage des christlichen Glaubens, so sagt der Text. In den vergangenen Jahrzehnten ist aber die Auferstehung ins Gerede gekommen. Allerdings ist das absolut keine neue Entwicklung. Es gab und gibt immer wieder Leute, die damit Mühe hatten, dass Jesus wirklich aus dem Grab wiedergekommen ist. Wohlgemerkt: Es gibt Christen, die damit Probleme haben und alle möglichen (Weg-)Erklärungsversuche unternehmen, um dem Phänomen der Auferstehung beizukommen. Doch dabei wird leicht übersehen: Wer die Auferstehung antastet, der legt die Axt an die Wurzel des christlichen Glaubens. Paulus macht dies unmissverständlich deutlich. Und zur Bekräftigung ruft er – bildlich gesprochen – eine ganze Korona von Menschen in den Zeugenstand, die die Auferstehung beglaubigen können.

Wir hätten oft gerne einen anderen Glauben, an dieser Stelle vielleicht etwas vergeistlichter und weniger anstößig. Doch da bietet die Bibel uns wenig Schützenhilfe. Der Sieg über den Tod ist nun einmal das Entscheidende. Ganz abgesehen davon: Böte ein Glaube, der die Frage nach dem Tod letztendlich nicht löst, nicht auch für das Leben auf der Erde nur eine sehr dünne Hilfe?