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Neun Dinge, für die du nicht verantwortlich bist

„Entscheiden unter Unsicherheit, eingeengt sein von Ansprüchen und Zwängen, Verantwortung übernehmen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in der öffentlichen Aufmerksamkeit und Kritik stehen, innerlich mit Überforderung und Selbstzweifeln ringen…“ – Klingt das bekannt?

Jörg Dechert, Vorstandsvorsitzender vom ERF, erinnert Menschen in Leitungsfunktionen daran, dass sie nicht für alles und jeden um sich herum verantwortlich sind.

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3 KOMMENTARE

  1. Jürgen Dechert kann man nicht uneingeschränkt zustimmen, denn bei allen Entscheidungen sind wir mittelbar oder unmittelbar immer als Führungspersönlichkeit mit eingebunden. Ein Leitsatz von mir war während meiner jahrelangen Führungstätigkeiten, du bist mit 50 % an dem Geschehen beteiligt, hast du für deinen Teil verantwortlich im Sinne einer Erledigung gehandelt.

  2. Für was bin ich denn nun verantwortlich ?

    Dies habe ich mich gefragt, auch wenn ich jetzt nicht (mehr) Leitungs(mit-)verantwortlicher bin. Immerhin war ich fast 38 Jahre in einem Kirchenvorstand der EKHN. Natürlich kann ich nicht in der Vermessenheit leben, ich hätte die absolute Wahrheit gepachtet und sei in der Lage schnell einmal die Welt zu retten. Es gibt nicht wirklich 9 Dinge, für die ich unter keinen Umständen nicht verantwortlich bin. Wenn es bei uns Jesusnachfolgern ganz generell um die Liebe geht, dann bin ich nicht völlig unverantwortlich, wenn jemand anderes sich nicht mehr in seiner Haut wohlfühlt, sich vielleicht als Außenseiter empfindet und darüber verzweifelt ist. Für das Klima in einer Gemeinschaft bin ich durchaus mitverantwortlich, nicht überbordend, sondern als Teil eines Ganzen. Die ganz alte biblisch-bildhafte Beschreibung von dem Leib mit den vielen Gliedern verdeutlicht gut, dass wir als Kirche, Gemeinde und vor allem jede/r als Teil einer Gruppe/Kreis oder Treff ein Teil eines Ganzen ist. An der Gruppendynamik ist deshalb logischerweise jeder beteiligt, obwohl diese nicht selten unbewusste Prozesse in Gang setzt. Dass wir als eine Gemeinschaft, unter Christinnen und Christen, ausreichend miteinander kommunizieren, uns bewusst sind dass die starken Selbstsicheren die Schwachen nicht durch die Maschen fallen lassen dürfen, ist gewissermaßen eine gemeinschaftliche Aufgabe. Deshalb mein Fazit: Was Jörg Dechert schreibt, mag auf individuelle Situationen zutreffen, für die man nicht verantwortlich sein kann, etwas weil niemand alles zu verhindern mag. Trotzdem bleibt der Text zu holzschnitzartig, die Wirklichkeit ist komplexer, wobei es richtig bleibt: Wir alle sind nicht vollkommen, ich bin nur für meine Abgründe in meiner Seele verantwortlich und nicht für jene von Anderen und ich muss mir nie in vorweggenommener Güte jede gemeinschaftliche Missstimmung oder destruktive Meinungsverschiedenheit ausschließlich selbst anlasten. Aber der Sinn des Lebens ist neben der Liebe und der Nachfolge Jesu auch, die Existenz in dieser Welt auch als eine Art himmlischen Schulunterricht zu begreifen. Nämlich hierbei gemeinsam zu lernen, dass wir alle Fehler machen und daraus zu lernen. Vielleicht bin ich eher dafür verantwortlich jenes zu erkennen, was mich ganz persönlich unbedingt angeht. Die Antwort auf diese Frage müsste eigentlich für Christ*innen ein Selbstläufer sein.

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