Durch Coronakrise: Kirche misst Besucherplus von 287 Prozent

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Ein Mann spricht auf der MEHR-Konferenz in die Kamera.
Foto: Nathanael Ullmann / Jesus.de
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Dank der digitalen Formate in der Coronazeit hat die Evangelische Kirche deutlich mehr Gottesdienstbesucherinnen und -besucher erreichen können. 287 Prozent mehr als vor Covid-19 waren es. Das ist das Ergebnis einer Studie, die die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Arbeitsstelle für missionarische Kirchenentwicklung und diakonische Profilbildung (midi) erarbeitet hat. Vier Landeskirchen bzw. 116 Kirchenkreise/Dekanate (Landeskirche Württemberg, Nordkirche, Mitteldeutsche Kirche und die Kirche in Kurhessen Waldeck) wurden darin befragt, welche Verkündigungsformate sie angeboten haben. Insgesamt gab es 897 Rückmeldungen, die ausgewertet wurden.

Laut EKD hat es demnach einen Digitalisierungsschub gegeben. 81 Prozent der Befragten gaben an, während der Krise digitale Verkündigungsangebote angeboten bzw. produziert zu haben. Davon wollen fast drei Viertel (72 Prozent) das nach dem Lockdown auch weiterführen. Die meisten nutzten für die neuen Angebote die Videoplattform YouTube. „Natürlich ersetzen alle diese digitalen Formate nicht die persönliche Begegnung in unseren Kirchen. Deswegen finde ich es spannend, dass es nun viele Gottesdienste gibt, die sowohl in den Kirchen als auch im Internet mitgefeiert werden können“, sagte der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm während einer Pressekonferenz zum Thema.

Vor der Krise haben durchschnittlich 68.927 Menschen die Gottesdienste der vier Landeskirchen besucht. Mit den digitalen Angeboten erreichten die Gemeinden durchschnittlich 198.148 Menschen. (nate)

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