Der Leitungskongress von Willow Creek in Karlsruhe wurde wegen eines Coronavirus-Falls abgebrochen. An dieser Stelle informieren wir euch über die aktuelle Entwicklung.
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*** Update 1.3. ***

Willow Creek Deutschland hat auf seiner Facebookseite mitgeteilt, dass man überlege, wie man den Teilnehmerinnen und Teilnehmern „das Kongresserlebnis auf andere Weise möglichst nachliefern können.“ Der Willow-Vorsitzende Ulrich Eggers deutete in seinem Facebook-Kanal an, dass einzelne Sessions im Anschluss an den Abbruch nachproduziert worden seien. Diese könnten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zur Verfügung gestellt werden – zum Beispiel via Download.

Die Kommentare auf der Facebookseite von Willow Creek Deutschland als Reaktion auf den Abbruch des Leitungskongresses sind durchgehend positiv. Viele schreiben von einer „sinnvollen“ oder „vernünftigen“ Entscheidung und bringen ihre Dankbarkeit zum Ausdruck.

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Hier findet ihr übrigens unsere Thema-Artikel zum Leitungskongress:

*** Update 29.2. ***

Rund 20 Personen aus dem Leitungsumfeld und dem Referentenkreis von Willow Creek Deutschland stehen nach dem Abbruch des Kongresses unter Quarantäne. Datunter ist auch der Vorsitzende von Willow Creek Deutschland, Ulrich Eggers. Er schrieb heute in seinem Facebook-Kanal:

„Gruß aus der Quarantäne – wie gut, dass ich ein Büro im Haus habe! Wir leben hier in einer fröhlichen Wohngemeinschaft zusammen mit unserem Freund Gordon MacDonald, der leider auch 14 Tage nicht zurück in die USA kann… Wir beten besonders für unseren erkrankten Sprecher und seine Familie – das ist im Moment die Hauptsorge. Und für alle, die durch die Quarantäne als Sprecher Mühen mit Absagen oder Sorge in der Familie haben. Gott gebe allen ganz viel Kraft, Geduld und Resilienz, diese besondere Zeit durchzuhalten!

*** Zusammenfassung 19:01 ***

Der Kongress wurde am Nachmittag vorsorglich abgebrochen, weil bekannt geworden war, dass sich einer der Referenten mit dem Coronavirus infiziert hat. Diese Person war allerdings nach Angaben von Willow Creek Deutschland während des Kongresses nicht vor Ort anwesend. „Laut Gesundheitsbehörden bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für die Teilnehmenden“, so das Statement von Willow Creek Deutschland.

Einige Personen aus dem Willow-Leitungskreis stehen aus Sicherheitsgründen unter Quarantäne, da sie im Vorfeld des Kongresses mit besagtem Referenten gegessen hatten. Dies führte auch zu der vorsorglichen Absage der Veranstaltung.

*** Update 17:25 Uhr ***

EKD-YouTuberin Jana Highholder gehört eigenen Angaben nach offenbar zu den Menschen, die in Karlsruhe vorsichtshalber unter Quarantäne gestellt wurden. „Ich selbst bin kurz in diesem Raum gewesen und muss für 14 Tage alles absagen und ehrlich gesagt könnte ich weinen, denn ich wollte am Sonntag in den Urlaub fliegen und nächsten Samstag auf einer Frauenkonferenz sprechen“, schreibt sie in einer Instagram-Story. Aber sie wisse, dass ihr Gott souverän sei. Und wenn sie nun alleine sein müsse, dann alleine mit ihm. Von offizieller Seite gibt es keine Informationen dazu, welche Referenten an dem Essen mit dem infizierten Referenten teilgenommen haben.

*** Update 17:15 Uhr ***

Der Vorsitzende von Willow Creek Deutschland, Ulrich Eggers, hat sich in einer Pressemitteilung zum Abbruch des Kongresses geäußert:

Wir bedauern außerordentlich, dass wir diese Entscheidung treffen mussten. Wir haben einen vitalen Kongress erlebt, für uns ist aber zugleich klar, dass Sicherheit vorgeht. Wir sind sehr dankbar, dass die Teilnehmenden mit so viel Verständnis reagiert haben.

Die Stellungnahme im Wortlaut ist hier zu finden.

*** Update 17:12 Uhr ***

Christoph Irion von der KEP, der die Pressearbeitet für den Kongress leitet, bestätigte Jesus.de gegenüber, dass das Gesundheitsamt eine begrenzte Zahl von Personen aus dem Leitungsumfeld von Willow Creek Deutschland vorsichtshalber unter Quarantäne gestellt hat. Diese seien jedoch bis zum Ende des Kongresses nicht ansteckend gewesen.

In einer Erklärung heißt es:

„Die betroffene Person war am Mittwoch vor Kongressbeginn für ein gemeinsames Abendessen auf dem Messegelände.“

*** Update 16:45 Uhr ***

„Das war schon ein emotionaler Schock, als der Abbruch von der Bühne verkündet wurde“, hat uns Christa (68) berichtet, die in Karlsruhe als Teilnehmerin vor Ort war. Einige Menschen um sie herum hätten die Durchsage erst gar nicht ernst genommen und für einen Scherz gehalten. „Doch dann war die Enttäuschung natürlich groß“. Die Veranstalter hätten dann alles sehr professionell gehandhabt. „Ich habe auch nicht mitbekommen, dass jemand sich laut geärgert hat. Wichtig ist ja vor allem, dass Schlimmeres verhindert wurde.“

*** Update 16:20 Uhr ***

Die Situation vor Ort sei „entspannt, aber frustriert“, berichtet Liesa Dieckhoff, die vor Ort für den SCM Bundes-Verlag im Ausstellungsbereich tätig war. Panik gebe es keine.

*** Update 15:44 Uhr ***

Willow Creek selbst informierte jetzt darüber, dass „einer der geplanten Sprecher“ positiv auf das Coronavirus getesten worden sein soll. „Er war zu keiner Zeit während des Kongresses anwesend“, heißt es in der Stellungnahme. Er soll vor dem Kongress persönlichen Kontakt mit einigen leitenden Personen gehabt haben, die nun aus Sicherheitsgründen unter Quarantäne stehen.

Laut Gesundheitsbehörden soll zu keiner Zeit eine Gefahr für die Teilnehmenden bestanden haben. Es habe sich um einen präventiven Schritt gehandelt.

*** EILMELDUNG ***

Der Leitungskongress von Willow Creek wurde am Freitagnachmittag abgebrochen. Ein Referent soll mit dem Coronavirus infiziert sein.

Angaben der Anwesenden zufolge, gab es eine Durchsage, dass der Kongress abgebrochen werde. Die Aussteller sollen die Stände nun abbauen.

Der Leitungskongress sollte eigentlich vom 27. bis zum 29. Februar in Karlsruhe stattfinden. Zu der Veranstaltung waren 7.400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort angemeldet, dazu weitere 2.600 Personen an den 13 Übertragungsorten.

6 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Danke für die schnelle Bekanntgabe. Allerdings vermisse ich einen Link zur Information aus erster Hand. Wo hat Willow denn „selbst informiert“? Danke für die Ergänzung!

  2. Noch einmal: Was ich erwartet hätte. Ich möchte meinen Kommentar von gerade noch einmal praktisch ausführen: Die Verantwortlichen sollten mal über die Enttäuschung schreiben, die der Abbruch des Kongresses ausgelöst hat. Sie sollten klarstellen, dass die Teilnahme des infizierten Pastors aus Nürnberg nicht fahrlässig geschah, sondern dass alles verantwortlich war. Sie sollten die Wut der sich in Quarantäne befindlichen Referenten darstellen, die nun Termine auf Auftritte nicht wahrnehmen können, auf die sie finanziell angewiesen sind. Das alles ist menschlich und Christen sollten Menschen sein. Aber was hier von Willow Creek veröffentlicht wird, erinnert böse an vergangene / falsche Statements über Bill Hybels. Die Menschen wollen aber auch an Niederlagen und Enttäuschungen teilhaben und nicht mit falschem Lächeln über alles hinweg getäuscht werden.

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