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Kirche an der Feuertonne

Heiße Platte, kühles Bier und tiefe Gespräche. Eine innovative Art Glauben persönlich und gemeinsam zu leben.

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Einmal im Monat treffen sich 15 bis 20 entschlossene Männer der Kirchengemeinde Konstanz-Wollmatingen an ihren „Tonnen“ auf der Wiese neben ihrer Kirche. Ihre gemeinsame Mission: Feuer! Zwei ausrangierte Fässer (nach unten belüftet) werden mit Holz gefüllt und mit einer Feuerplatte abgedeckt. Die runde Stahlplatte mit einem Loch in der Mitte bietet Platz für jede Menge Gegrilltes und Gegartes. Und schon geht es los!

Fleisch, Gemüse, Pizza, Aufgespießtes, Bananen mit Schokolade … Und natürlich: Kaffee als späterer „Absacker“ in der legendären „Espressokanne“. All das wird in den kommenden zwei Stunden eine entscheidende Rolle spielen – verbunden mit ersten Gesprächen an der „Platte“ und dem ein oder anderen Kaltgetränk in der Hand. Die „Liturgie“ des Abends ist damit schon fast erklärt.

VOM LEBENSMITTEL ZUR LEBENSMITTE

Sobald die Feuerplatten heiß sind und das erste Grillgut zu dampfen beginnt, wird zu den „Maurerkellen“ gegriffen, gegrillt und geklönt. Das Gute daran ist: Wir stehen im Kreis um die Feuerplatte(n) herum, jeder hat etwas zu tun und wir kommen ins Gespräch: „Was grillst du da? Ach ja, wie heißt du eigentlich?“ – „Wie ist es bei dir im Job?“

Nach mancher Fachsimpelei am Feuer und dem Blick in die Augen des anderen geht’s nach der entscheidenden Sättigungsphase rüber zur Feuerschale und einem kurzen „Feuerimpuls“. „Wofür brennst du?“, „Was tun, wenn ich ausgebrannt bin?“, „Was hält mein Feuer in Zeiten der Pandemie am Brennen?“

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Wenn wir zu später Stunde dort auf den Bierbänken um die Feuerschale herum sitzen (gestanden haben wir lange genug), geht’s auch mal kontrovers zur Sache! Aber: Man(n) sieht sich im Leben ja immer zweimal und bleibt so „face to face“ in Kontakt – spätestens beim nächsten Mal, wenn wieder die nächste Session an der Feuertonne mit der Kelle in der Hand startet und voller Vorfreude eine Frage im gemeinsamen Messenger aufblinkt: „Freitag, 19:00 Uhr, Feuerabend: Bist du dabei?“

Karsten Beekmann (44) ist leidenschaftlicher Ostfriese und Oldtimer-Schrauber. Seit 18 Jahren ist er verheiratet mit Valerie und Vater von Joah (9) und Lois (6). Vor drei Jahren zog er von der Nord- an den Bodensee und übernahm eine Pfarrstelle in Konstanz-Wollmatingen (www.wollmagemeinde.de).


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Dieser Artikel ist zuerst in der Zeitschrift MOVO erschienen. MOVO wird vom SCM Bundes-Verlags herausgegeben, zu dem auch Jesus.de gehört.

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1 KOMMENTAR

  1. So etwas ähnliches gibt es seit über 10 Jahren in München-Ramersdorf: Den Männertreff

    Wenn es nicht zu kalt ist, treffen wir uns beim Grill, sonst in geheizten Räumen.

Die Kommentarspalte wurde geschlossen.

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