Er feierte viele Erfolge, wie die Bronzemedaille 1988 bei Olympia. Verletzungsbedingt musste Itt jedoch seine Karriere beenden. Diese Lebensphase habe er nur durch Gott bewältigen können.
Seinen größten sportlichen Erfolg erzielte Edgar Itt, der in den 1980er Jahren neben Harald Schmid der deutsche Superstar im Hürdenlauf war, bei den Olympischen Spielen in Seoul 1988. Dort gewann er die Bronzemedaille im 4-mal-400-Meter-Staffellauf. Außerdem erreichte er das Finale im 400-Meter-Hürdenlauf (siehe HIER).
Der ehemalige deutsche Leichtathlet war kürzlich zu Gast in der Ermutigungssendung „Wie man Riesen bekämpft“ bei Hope-TV. Im ermutigenden Talk mit Moderator David Kadel sprach Edgar Itt darüber, wie man es schaffen kann, die persönlichen Hürden im Leben besser zu meistern. Dabei benannte der 58-Jährige, der heute als Coach und Motivationstrainer arbeitet, den christlichen Glauben als eine wichtige Ressource in seinem Leben.
Edgar Itt wuchs im hessischen Ortenberg bei Gedern als Sohn eines afrikanischen Vaters und einer deutschen Mutter auf. Im Gespräch mit David Kadel erzählte Itt, dass er seinen Vater nie kennengelernt hat und seine Mutter ihn und zwei Geschwister alleine großzog. Damals habe er als Kind mitbekommen, wie seine Mutter von einigen Wenigen im Ort beleidigt wurde. Zudem habe er selbst rassistische Beleidigung erfahren müssen, auch wenn das nur von wenigen Menschen gekommen sei, erklärte Itt auf seine Kindheit zurückblickend. Er habe damals im Alter von 11 Jahren entschieden, nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern eine Veränderung herbeizuführen. Die Motivation, die ihn als 11-Jährigen antrieb, führte dazu, dass er 10 Jahre später – nach seinem Erfolg bei Olympia – Ehrenbürger seiner Heimatstadt wurde.
Orientierung auf seinem Lebensweg gab ihm der christliche Glaube. So habe ihm seine Mutter den biblischen Rat gegeben, versöhnt mit der Vergangenheit zu sein und stets nach vorne zu blicken, berichtete Edgar Itt im Talk mit David Kadel weiter (Anmerkung: Der biblische Vers den Edgar Itt hier anspricht, lautet: „Das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden“ – 2. Korinther 5,17).
Der 58-Jährige berichtete weiter, dass sich seine Beziehung zu Jesus Christus erst im Lauf seines Lebens in herausfordernden Zeiten intensivierte. Itt schilderte, wie er in der Zeit, in der er über 2,5 Jahre mit Verletzungen kämpfte, in eine „hochdepressive Phase“ gefallen sei. Damals habe er angefangen, sich an Vorbildern zu orientieren. Zu diesen zählte er auf: Martin Luther King Jr., Richard von Weizsäcker, Lionel Richie und Jesus Christus. Bekennender Christ sei er dann in den Jahren 1992/1993 geworden. Als wesentliche Eigenschaft eines Christen sieht Edgar Itt die Geduld. Mit Blick auf seine Erfahrungen erklärte der 58-Jährige:
„Gott antwortet nicht immer sofort. (…) Er hat seine eigene Art, mit dir zu kommunizieren. Und für jeden und jede eine andere Sprache. Und manchmal dauert es eben ein bisschen länger. Manchmal will er uns auch ein bisschen prüfen, ob wir es auch wirklich ernst meinen.“
Nach seiner zweieinhalbjährigen Verletzungsphase habe er wieder Anschluss an die Weltspitze gefunden und sei auf dem Weg gewesen, sogar bei Weltmeisterschaften gewinnen zu können. Im Alter von 28 Jahren kam dann die Nachricht, dass er Sportinvalide ist und nicht weiter Leistungssport betreiben kann. Im Umgang mit dieser Situation berichtet Edgar Itt:
„Gott hat mich aufgefangen. Zum Glück war ich schon vier Jahre vorher zu Gott gekommen. Wenn ich das nicht gehabt hätte, auch die Kirchengemeinde nicht gehabt hätte, dann wäre es schwer gewesen.“
Heute ist er sich gewiss, dass er diese Zeit „nur durch Gott“ habe bewältigen können, fügte der ehemalige Spitzensportler an. Nach seiner Sportkarriere machte er an der Frankfurter Uni seinen Diplom-Kaufmann. Er wünscht heute in seinen Vorträgen und Coachings bei Wirtschaftsunternehmen den Teilnehmern immer am Ende der Veranstaltung „Gottes reichen Segen“. Dieser Satz zeige auch am Ende, „unter welchem Dach meine gesamte Rede stand“, so Itt.
Anbei das Mutmach-Gespräch zwischen Edgar Itt und David Kadel, in dem die beiden Motivationstrainer auch über ihre Coaching-Arbeit sprechen:


Gottes Reden in unserem Leben muss auch Taten erzeugen
„Gott antwortet nicht immer sofort. Er hat seine eigene Art, mit dir zu kommunizieren. Und für jeden und jede eine andere Sprache. Aber auch manchmal dauert es eben ein bisschen länger. Manchmal will er uns auch ein bisschen prüfen, ob wir es auch wirklich ernst meinen.“! Dies kann ich so nur bestätigen. Eigentlich beantwortet Gott alle meine Gebete, aber er erfüllt nicht alle meine Wünsche. Und selbstverständlich ist so Gott auch wirklich Gott, keine Form von Projektionen meiner Wünsche und von daher sind seine Gedanken höher als meineGedanken. Es gibt auch im Erkennen von Gottes Sprache intuitives Erkennen, was aber leider nie zu beweisen wäre. Bildlich gesehen habe ich aber statt Brot nie einen Stein erhalten.
Der große Mehrwert des Glaubens als einem sehr großen Vertrauen in Gott besteht darin, daß auch keine Macht im Himmel und auf Erden in der Lage ist, mich aus seiner Hand zu reißen. Er vergilt nicht gleiches mit gleichem zu vergelten. Sollte Gott uns auch erziehen wollen, dann mit guten Mitteln der Liebe. Wer so mit Gott Erfahrung macht, wird auch über Gottes Zärtlichkeit berichten können. Die Ausleger des 1. Korinter 13 sind sich weitgehend einig, daß hier nicht nur christliche Ideale beschrieben werden, denen wir uns annähernd dürfen, sondern dass der Text hier Gottes eigenes Wesen mit einfachen Worten und zeitlos formuliert. Christliche Werte lassen sich am ehesten konkret beschreiben. In Natura war es Jesus als Menschensohn, in dem uns Gott als Mensch begegnete. Am meisten beeindruckt mich neben den 10 Geboten alle Forderungen und hier auch die Zukunftssicht der Bergpredigt. Wenn wir als Christinnen und Christen unseren Glauben exemplarisch leben möchten, Salz der Erde, Licht der Welt und Sauerteig der Erde sein wollen, dann müssten wir wie eine Bibel mit zwei Beinen, einem Gehirn und gutem Herz ausgerüstet sein. Wenn die ganze Bibel, als das Wort Gottes, ausgelegt und orientiert an Jesus selbst, für uns relevant sein soll: Dann ist zwar unser charismatisches Wollen und das Gebet sehr wichtig, allerdings dann alles was wir vom Himmel erbitten, ebenso tun möchten. Dazu gehört, daß der Glaube auch in der Politik Raum erhalten muss und zwar in allen demokratischen Parteien. Und wenn ich Gott liebe, mag ich keine Hassreden, kein rechtsradikales Gesülze und nicht die Unwahrheit. Denn der echte Beter möchte gerne, daß nicht nur er Werte lebt, sondern andere Menschen dies ebenfalls zum Nutzen ihrer eigenen seelischen Gesundheit wohltuend erleben.