Jana Highholder steht wieder vor der Kamera. Zusammen mit Debbie Ulrich spricht sie auf YouTube über den Glauben und Nachhaltigkeit.

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Von Nathanael Ullmann

„Jana glaubt weiter“, so einfach drückt es Jana Highholder im letzten Video auf ihrem alten YouTube-Kanal „Jana glaubt“ aus. Die einstige Influcencerin der Evangelischen Kirche bleibt dem Netz erhalten. „Hier“ heißt das neue Projekt, das ebenfalls auf YouTube zu finden ist. Das Studio und der professionelle Look bleiben der gleiche, nur das Thema ändert sich: Zukünftig möchte die Medizinstudentin den Fokus auf das Thema Nachhaltigkeit in Verbindung mit Glauben legen. Außerdem bekommt sie eine Moderationspartnerin.

Debbie Ulrich, 25 und verheiratet, wird Jana Highholder auf dem neuen Kanal unterstützen. Die Psychologin und Fotografin kommt aus Bochum und ist ebenfalls überzeugte Christin. Im ersten Video beantworten die beiden Frauen zahlreiche Fragen zu sich und den Leitthemen des Kanals.

Sicherheitsnadel für Nachhaltigkeit

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„Leute, die nicht blinken“ findet Jana beispielsweise total nervig. Debbie wiederum liebt die Natur. Bei der Frage, was Nachhaltigkeit denn heiße, sagt sie: „Für mich heißt Nachhaltigkeit, einfach bewusst mit den Dingen umzugehen, die ich habe.“ Jana schaut auf die Wortbedeutung. Dinge sollten in einem Danach auch noch da und nicht kaputt sein, erzählt sie. Und gibt direkt ein praktisches Beispiel: Die Hose, die ihr mittlerweile eigentlich zu weit ist, hat sie einfach mit einer Sicherheitsnadel befestigt.

Mit dem Glauben hat das Thema Nachhaltigkeit für das Moderationsduo viel zu tun. Gott habe uns die Welt geschenkt. Deswegen sollten wir die Schöpfung respektieren, meint Debbie. Jana wiederum nimmt auf das Sprichtwort „Nach mir die Sintflut“ Bezug: „Ich möchte nicht, dass nach mir die Sintflut kommt.“

„Hier“ startet erfolgreich

Bereits zwei Tage nach Veröffentlichung hat das Video über 6.000 Aufrufe. Rund 2.000 Menschen haben „Hier“ abonniert. Viele der Kommentatoren unter dem Video freuen sich, wieder ein Video von Jana zu sehen.

Mehr als zwei Jahre lang hatte die Influencerin Videos für die Evangelische Kirche in Deutschland produziert. 22.500 Abonnenten konnte sie auf YouTube sammeln, dann war Schluss. Im Juni gab die Kirche bekannt, den Kanal einzustellen. Die Entscheidung begründete sie mit finanziellen Einbußen wegen der Coronakrise. Hinter dem neuen Kanal „hier“ steht das Unternehmen „Versicherer im Raum der Kirchen“ (VRK), das auf Versicherungsangebote für kirchliche Beschäftigte spezialisiert ist.