Christen können nachhaltige Hoffnungsträger sein. Aber dafür brauche es vor allem eine Sache, sagte Gemeindegründer Matthias Kuhn auf der MEHR-Konferenz. 
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Von Nathanael Ullmann

Matthias Kuhn, der unter anderem ein Gemeindegründungsprojekt leitet, wollte die MEHR-Konferenzbesucher in seinem Vortrag zu nachhaltigen Hoffnungsträgern machen. Wie so ein Hoffnungsträger aussehen kann, dafür brachte er viele Beispiele wie das von einer Freundin: Auf der Straße sieht diese eine Frau, die sie als unglaublich schön empfindet. Sie will es ihr sagen – und tut das auch. Zwei Wochen später trifft sie die Dame durch Zufall wieder: „Du hast mein Leben gerettet“, sagt diese. An dem Tag habe sie gebetet: „Gott, wenn es dich gibt, dann musst du heute jemanden vorbeischicken, der ein Kompliment machen. Sonst bringe ich mich um acht Uhr um.“ Die Freundin war zur richtigen Zeit gekommen. Das seien Hoffnungsträger, sagte Kuhn.

Keine Sternschnuppen

Allerdings sollten wir nicht nur punktuell zu Hoffnungsträgern werden. Dem Redner ginge es um die Nachhaltigkeit. Elija sei beispielsweise ein Hoffnungsträger gewesen. „Er hatte die Nerven, dass er alleine gegen 850 Baal-Priester stand – was für ein Held“, sagte der Schweizer. Und trotzdem sei Elija kurz danach am Boden zerstört gewesen. Einerseits brauche es die intime Beziehung zu Gott: „Daraus entstehen Hoffnungsträger.“ Trotzdem bestehe die Gefahr, dass wir nur eine „Sternschnuppe“ würden. Alleinsein sei für Elija eine größere Gefahr gewesen als die 850 Priester.

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Für Elija sei Elisa der Schlüssel gewesen, die Beziehung zu seinem Nächstem: „Investiere dich in Menschen. Das war eigentlich die Botschaft Gottes.“ Dadurch sei der Prophet nicht mehr länger nur Held, sondern auch Vater, nicht mehr allein, sondern ein Team geworden. Alles habe Elija seinem Nachfolger anvertraut. Auch wir sollten nicht nur in die Beziehung mit Gott investieren, sondern auch in die mit Menschen.

Schon in der Familie

Ohne Nachfolger bestehe die Gefahr, dass Aufbrüche nur eine Generation lang hielten, sagte Kuhn. Er glaube daran, dass die Erweckungsgeschichte das Potenzial habe, nicht nur ein Feuerwerk zu sein, wenn wir Jüngerschaft lebten. Schon in der Familie könnten wir damit anfangen. Biologische Eltern könnten geistliche Eltern werden.

Elisa bleibt bis zum Schluss bei Elija. Von Elija seien in der Bibel 14 Wunder dokumentiert, schließt Kuhn. Bei Elisa seien es 28. Der Segen habe sich multipliziert.

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