Meisterwerk hing jahrzehntelang über Herdplatte (katholisch.de)

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Ein kleines Bild des Künstlers Cimabue. Es zeigt einen von Menschen umringten Jesus.
Vier bis sechs Millionen Euro könnte das kleine Gemälde von Cimabue einbringen. Foto: Picture Alliance / AP Photo / Michel Euler

Es ist eine Geschichte, wie sie nur das Leben schreiben kann: Beim Besuch eines Hauses in einem kleinen Dorf in Nordfrankreich traut die Auktionatorin Philomène Wolf ihren Augen kaum. Im Durchgang zwischen Küche und Wohnzimmer hängt ein Bild, das sie sofort als potenziell wertvolles Kunstwerk erkennt.

Nachforschungen ergeben: Was die Besitzer für eine einfache russische Ikone gehalten hatten, entpuppt sich als Werk des italienischen Malers Cenni di Pepo, genannt Cimabue, aus dem 13. Jahrhundert. Er ist als der Vater der westlichen Kunst bekannt. Das Bild zeigt Jesus, wie er von Umstehenden verspottet wird. Cimabue versuchte als erster, Emotionen und Bewegungen darzustellen. Stil und Technik sind eindeutig. Und noch etwas passt: Die Holzplatte, auf der sich das Bild befindet, ist voller Löcher. An ihr haben die Holzwürmer genagt. Legt man alle Holzplatten des Künstlers nebeneinander, ergibt sich ein einheitliches Bild. Es ist die gleiche Pappelholzplatte.

Gerade einmal 25 mal 20 Zentimeter ist das Gemälde groß. Trotz allem könnte der Erlös bei der anstehenden Auktion bei vier bis sechs Millionen Euro liegen. Am 27. Oktober ist es soweit.

LINK: „Verspottung Christi“: Meisterwerk hing jahrzehntelang über Herdplatte

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