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400.000 Euro für 14 Tonnen Bronze: Magdeburger Dom bekommt XXL-Glocke

Der Magdeburger Dom bekommt bald die zweitgrößte Bronzeglocke Deutschlands. Allein der aufwendige Guss des Geläuts kostete 400.000 Euro.

Die zweitgrößte Bronzeglocke Deutschlands ist am Freitag bei der Glockengießerei Grassmayer im österreichischen Innsbruck gegossen worden. Die 14 Tonnen schwere Glocke trägt den Namen «Credamus» (deutsch: «Lasst uns glauben»). Künftig wird sie als größte und letzte noch fehlende Glocke für das neue Geläut im Magdeburger Dom zum Einsatz kommen. Dies teilte Rainer Kuhn, Vorstandsmitglied des Domglockenvereins Magdeburg, mit.

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Die Glockenzier schuf der Thüringer Künstler Gert Weber – wie zuvor schon bei allen neuen Glocken für den Magdeburger Dom. «Credamus wird den in Deutschland einmaligen Schlagton d0 haben», kündigte Kuhn an.

Klangprüfung steht noch aus

Der Guss in der traditionsreichen österreichischen Glockengießerei sei soweit gut verlaufen. Jetzt müsse noch abgewartet werden, bis das Metall erkaltet ist und die Klangprüfung erfolgreich verläuft. Die vorbereitenden Arbeiten an den Gussformen hatten mehrere Wochen beansprucht.

Beim Guss der 1.100 Grad heißen Bronze waren mehr als 60 Gäste aus Magdeburg anwesend, unter ihnen auch der Bischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Friedrich Kramer. Der Förderverein hat der Domgemeinde seit Herbst 2022 bereits sechs neue Glocken übergeben. Derzeit zählt das Geläut im Magdeburger Dom lediglich drei Glocken, die im Nordturm und im Dachreiter der Kathedrale hängen.

Allein der Guss der Credamus-Glocke werde etwa 400.000 Euro kosten, wofür der Verein neben vielen Kleinspenden und Eigenkapital auch Fördermittel eingeworben habe, sagte Kuhn. Nach seinen Angaben hat der Glockenverein gegenwärtig 318 Mitglieder.

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Der Magdeburger Dom St. Mauritius und Katharina ist die älteste und bedeutendste gotische Kathedrale Deutschlands.

Weiterlesen: Homepage des Domglocken-Vereins Magdeburg

Film: Guss der Amemus-Glocke 2022

Quelleepd

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5 Kommentare

  1. Weder wir Menschen noch unser HERR, brauch für SEIN Wirken eine „14 Tonnen !!!“-Glocke. Wir alle brauchen Raum+Zeit, echte Liebe zueindander, damit die Menschen, die den HERRN noch nicht kennen, sagen müssen: „Seht wie lieb sie mit-ein-ander umgehen, besonders auch im Alltag !“ Die Kosten der Glocke könnte man denen zugute kommen lassen, die es in unsren Reihen besonders brauchen: Allein-Erziehende etc. etc. etc.

    • Sehr geehrter Herr Mucke, niemand muss diese Glocke mögen oder gar für notwendig halten. Sie ist allerdings hauptsächlich durch Spenden und Eigenmittel des Glockenvereins finanziert worden – das als Hinweis. MfG, das JDE-Team

    • Der Prozess ist sehr aufwendig. Es gibt eine Form aus mehreren Teilen, die auf den Millimeter genau stimmen muss und über Wochen hinweg erstellt und dann trocknen muss. Das Gussmaterial muss in einem ganz bestimmten Verhältnis vorliegen. Der Schmelzprozess der Bronze wiederum ist ebenfalls komplex und erfordert riesige Öfen. Bilden sich Luftblasen oder Risse beim Guss, muss neu gegossen werden. Schließlich muss die Glocke über Wochen abkühlen – und anschließend gestimmt. MfG, das JDE-Team

      • Faszinierend, dass es dieses Handwerk immer noch gibt. Denn so groß wird die Nachfrage ja nicht sein und solche Glocken sind ziemlich haltbar.

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