Evangelikale Missionare aus den USA haben heimlich versucht, isolierte Völker Brasiliens zu missionieren – trotz des Verbots der Behörden.
Laut einer gemeinsamen Recherche von The Guardian und O Globo sollen die Missionare Audiogeräte im Gebiet der Korubo im brasilianischen Javari-Tal verteilt haben. In dem Reservat leben mehrere indigene Völker. Die solarbetriebenen Geräte seien mit Bibeltexten, Predigten und christlicher Musik bespielt – teilweise in indigenen Sprachen.
Die Missionare verfolgten laut Bericht das Ziel, christliche Botschaften zu verbreiten, ohne direkten Kontakt zu den Gemeinschaften aufzunehmen. Das Problem: Die brasilianische Regierung erlaubt keine Missionierung auf diesem Gebiet. Besonders problematisch sei, dass einige der betroffenen Gebiete unter besonderem Schutz stünden, da dort Gruppen lebten, die bewusst keinen Kontakt zur Außenwelt suchten.
Die Korubo sind ein Volk, mit dem schon Kontakt aufgenommen wurde. Daher seien sie von großem Interesse für Missionare, die sich darauf konzentrieren, die „unerreichten Völker“ zu missionieren.
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Also ich halte das Evangelium für so wertvoll, dass man auf irgendeine in Frage kommende Weise versuchen sollte, diese isolierten Menschen zu erreichen. Sah mal einen Film über kannibalistische Völker in Papua-Neuguinea. Die sind durch Missionare wirklich von etwas erlöst worden. Ich würde mir solch ein steinzeitliches Leben nicht so positiv vorstellen. Jesus allein ist doch das Licht der Welt, ihre Welt wahrscheinlich eher dunkel. Wie gesagt, vielleicht gibt es einen Weg, den Gott zeigen könnte. Natürlich ist es der freie Wille, den Glauben anzunehmen. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.
„Ich würde mir solch ein steinzeitliches Leben nicht so positiv vorstellen.“ Ich für meinen Teil stelle es mir nicht einseitig positiv vor, alerdings auch nicht so einseitig negativ, dass ich sofort an Kannibalismus denken würde. –
„Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.“ – Der wurde ja mit den Audiogeräten gemacht, reicht denn das nicht? Müssen die Versuche denn soweit gehen, dass dann doch eine eingeschleppte Krankheit diese Kultur auslöscht?
Natürlich ist Jesus das Licht der Welt und das Evangelium wertvoll, und ich für meinen Teil glaube auch, dass es befreiend ist. Und gerade deshalb, weil Gott an allen Menschen interessiert ist, sollte man nicht zu klein von Gott denken, wie es Fanatiker leider oft tun: Der Glaube wird zu einer Bedingung, einer Leistung gemacht und die Frohbotschaft wird allzu oft immer noch zu einer Drohbotschaft umgedeutet.
Bleibt nicht diesen selben Missionare die Option, ihre Energie in die vielen Millionen Andersgläubiger zu stecken? Aber da wird dann oft leicht gesagt, die haben sich ja schon gegen Jesus entschieden. Und schwupps gelten sie als verloren, weil der Glaube eben von den Fanatikern – oft unausgesprochen oder gar unbewusst – als eine menschliche Bedingung an die Gnade geknüpft wird.
Okay, ich würde jetzt auch nicht unbedingt in jeder dieser Gemeinschaften von Kannibalismus ausgehen. Aber wahrscheinlich gibt es doch in diesen Gesellschaften viel Gewalt und Unterdrückung, wenn man sich anguckt, wie Menschen so sind. Ich könnte mir vorstellen, dass viele dieser Menschen auch in gewisser Weise an Perspektiv- und Hoffnungslosigkeit leiden. Da wäre doch die Botschaft Gottes, mal abgesehen davon, dass Gott viel Verständnis für diese Völker haben wird, für den einzelnen eine Befreiung. Von Deutschland aus gesehen, kann man da doch einen anderen Eindruck gewinnen, als die Menschen selbst ihn haben. Das total aus dem Blick zu verlieren ist doch einfach.
Einen anderen Versuch als den mit den Audiogeräten zu starten würde ich für sinnvoll halten, da ich nicht glaube, dass so der Glaube vermittelt werden kann. Ich wäre auch vorsichtig mit dem Begriff Fanatismus, denn ich glaube, dass diese Missionare den Menschen vor allem irgendwie helfen wollten. Dieser Begriff würgt jede Diskussion ab.
> Aber wahrscheinlich gibt es doch in diesen Gesellschaften viel Gewalt und Unterdrückung
Und die gibt es in christlich geprägten Gesellschaften (Deutschland, USA, GB, etc.) nicht?
Ich denke nicht, dass alle Missionare Fanatiker sind oder waren. Wer aber moderat ist, wird Grenzen akzeptieren, die gut begründet sind. Missionierung wurde in der Geschichte aber allzu oft falsch gemacht, in Verbrüderung mit den Kolonialherren, unter Mißachtung und oft Vernichtung der ganz andern Kultur,unter Ausnutzung der Menschen. Natürlich gibt es Gegenbeispiele. Aber der Begriff Missionierung ist für mich so sehr belastet, dass ich ihn kaum noch verwenden mag.
Einem völlig fremden Kulturkreis unser Verständnis von Befreiung / Erlösung zu bringen, würde in Wirklichkeit nur möglich sein, wenn man zuvor wirklich ehrfürchtig, achtungsvoll und wertschätzend die vorhandene Kultur kennengelernt hätte, mit den – in jeder Kultur vorhandenen – Höhen und Tiefen. Das hieße im Grunde ein Mitleben dort, vielleicht über Jahre, zunächst ohne verbale missionierende Einmischung, sondern durch glaubhaftes Vorleben. Denn wie sollte jemand – selbst bei vermuteter / unterstellter “ Perspektiv- und Hoffnungslosigkeit“ aus den Geschichten der Bibel irgendetwas ziehen können, wo doch diese Geschichten von Königen, Burgen, Tempeln, Geldstücken Weinbergen (und was so allen z.B. in den Psalmen und Evangelien vorkommt) keine unmittelbaren Vergleichspunkte haben in seiner eigenen Welt. Überzeugend könnte wohl eher sein, wenn Christen dort wirklich liebevoll mitleben, d.h. zunächst nicht vorrangig missionare Erfolge anstreben, sondern für sich selbst und sichtbar ehrlich, wertschätzend, eben liebevoll leben würden.
Eine wirkliche Übersetzung der befreienden Botschaft Jesu in diese Welt hinein, die nicht aufgesetzt ist und nicht zu einer bloßen Forderung verkommt (“ du musst so und so werden, dies und das besser / anders machen“) kann es sicher geben, so Gott will, aber eben nicht durch Fanatiker.
> Das hieße im Grunde ein Mitleben dort, vielleicht über Jahre
Was hier weder geht, ohne das Leben dieser Menschen zu riskieren,
noch von ihnen offensichtlich erwünscht ist.
Sein eigenes missionarisches Bedürfnis trotzdem durchdrücken zu wollen ist tief-schwarzes koloniales Denken.
Nur der Deutlichkeit halber: d’accord, – es „trotzdem durchdrücken zu wollen“ ist eben falsch, das habe ich im letzten Kommentar voraussgesetzt und nicht mehr erwähnt, aber in dem davor ja schon.
Na ja, ob Mission so gelingt, wie diese Gruppen sich das vorstellen, wage ich auch zu bezweifeln… Das Normale ist es schon, dass ein Missionar im Missionsgebiet lebt. Ich würde Mission aber nicht so negativ sehen. Ich denke, derjenige muss nicht unbedingt selbst aktiv etwas sich erarbeiten, sondern dass Gott den Glauben und das richtige Verstehen schenkt… Wäre ja auch die Frage, wie dieser Mission sieht. Da gibt es ja eine Aufforderung zur Mission in der Bibel: Geht hin und machet zu Jüngern alle Völker… Also Jesus legt den Aposteln sehr ans Herz…
„… dass Gott den Glauben und das richtige Verstehen schenkt… Da gibt es ja eine Aufforderung zur Mission in der Bibel: Geht hin und machet zu Jüngern alle Völker…“ – Sie schwenken jetzt um von den Missionare auf Gott, von den menschlichen Faktoren auf die göttliche Gaben. Kann man so machen. Mein Anliegen war aber gar nicht, Gottes Auftrag ansich in Frage zu stellen, sondern die menschliche Ausführung zu kritisieren. Und ich finde, über die jahrhundertelangen Fehler (deren Folgen immer noch sichtbar sind) sollte man nicht allzu schnell hinweggehen. Nach den Sprichwort „Gott kann auf krummen Wegen gerade schreiben“ ist sicher auch im Rahmen von Mission einiges Gute geschehen, aber eben auch viel Leid erzeugt worden. Die Kirchen haben dies zum großen Teil ja schon selbst erkannt und anerkannt. – Gerade aber bei so freiflutenden evangelikalen oder fundamentalistischen ( oft selbst ernannten) Predigern und Missionaren ist auf jeden Fall zu befürchten, dass sie eine letztlich problematische Auslegung der Bibel zelebrieren.
Wenn man es diesen us-evangelikalen erlaubt, muss man es dann nicht auch den Katholiken erlauben? Und den Mormonen, den Zeugen Jehovas, den verschiedenen orthodoxen Richtungen, den Muslimen (natürlich allen Richtungen), Atheisten und den vielen anderen Richtungen?
Sollte man dann nicht
gleich eine Linienbusverbindung bauen? Zumindest so lange noch Ureinwohner leben? Die Vergangenheit dieser Missionierung hat allerdings gezeigt, dass das wohl nicht so lange dauern wird.
Natürlich könnten die Missionare Ganzkörperschutzanzüge tragen. Über Wochen in dem Klima sicher nett.
Und den Wunsch unbehelligt zu bleiben, ignorieren wir. Mission geht schließlich über alles.
Okay, es gehört jetzt nicht so wirklich zum Thema, aber hast Du schon einmal überlegt, dass auf Grund des Klimawandels und der schweren Umweltzerstörung in dieser Region diese Völker vielleicht zum Kontakt mit der Außenwelt gezwungen werden könnten…?
Natürlich, insbesondere durch Raubbau, Brandrodung usw..
Diese Rückzugsgebiete werden immer kleiner. Hier scheint Brasilien wirklich besser aufgestellt zu sein als andere südamerikanische Länder (war mir übrigens vor dem Artikel nicht bekannt, ich dachte, dort wäre es auch problematisch). Auch ein Grund, warum ich die Kritik an der brasilianischen Regierung in diesem Fall überhaupt nicht nachvollziehen kann.
Aber das kann doch kein Grund sein, jetzt Mission dort zu betreiben, quasi nach dem Motto ‚ist doch in einigen Jahrzehnten eh egal‘
Wie gesagt: Wen der missionarische Eifer packt, der hat quasi eine ganze Welt zur Auswahl. Warum dort, wo die Menschen es nicht wollen, es für diese lebensgefährlich ist und wo es gesetzlich aus diesen Gründen verboten ist?
Ich glaube wirklich, dass dahinter eher Narzissmus und sich wichtig-tun steckt.
Missionieren kann man selbst in Deutschland an der nächsten Ecke. Wir haben über 50 % Nichtchristen (Tendenz steigend) und aus Sicht insbesondere evangelikaler (aber auch katholischer) Christen haben viele andere Christen auch einen falschen sog. christlichen Glauben. Also auch viel Raum für innerchristliche Mission (sowieso die beste Art der Mission, da sie andere in Ruhe lässt)
Nun gut, ich möchte eigentlich diesen Missionsversuch auch nicht unbedingt rechtfertigen, wenn ich es auch schrecklich finde, dass es Menschen gibt, die nie von Jesus erfahren werden. Aus diesem Grund kann ich die Aktion irgendwie auch schon verstehen. Natürlich kann die Situation im Amazonas auch jetzt nicht er eine Grund sein, zu versuchen, diese Menschen zu erreichen. Vielleicht bleibt tatsächlich nur das persönliche Gebet für diese Menschen. Mission in Deutschland finde ich übrigens auch gut. Da kann man für sich selbst auf jeden Fall viel dazulernen, auch wenn es vielleicht nicht zum ganz großen Glaubenswandel kommt. Ich persönlich finde übrigens, dass sich die verschiedenen christlichen Glaubensrichtungen schon in gewisser Weise gegenseitig bereichern können. Gibt es doch inzwischen ziemlich häufig, dass Christen aus der protestantischen Ecke ein Kloster besuchen oder im katholischen Gesangbuch freikirchliche Songs zu finden sind. Das wird sich nicht mehr zurückdrehen lassen und ist meiner Meinung nach auch sehr positiv. Das es direkt Vorurteile gegen andere Glaubensrichtungen gibt, betrifft schon eher ziemlich alte Leute.
Statt Dialog: Isolierte Ethnien sind keine unmündigen Kinder
Evangelikale Missionare aus den USA haben heimlich versucht, isolierte Völker Brasiliens zu missionieren – trotz striktem Verbots der Behörden.
Merkwürdig erscheint mir dieses Kontaktverbot durch den Staat Brasilien, aber ebenfalls vorsintflutliche Methoden der Evangelikalen. Auch nach meinem Verständnis müssen einzelne Menschen (und damit ebenso Ethien bzw. Völker) immer für sich entscheiden, ob sie sich freiwillig neuen Ideen und damit unserer christlichen Botschaft öffnen möchten. (Auch isolierte) Völker sind nicht kulturlos,, dumm sowie unselbständig, sodaß nur andere Menschen und Institutionen für sie entscheiden könnten, was sie real wollen dürfen – oder nicht wollen sollen. So darf man aber Ethien und auch einzelne Menschen niemals behandeln und damit nicht intendieren, dass hier andere darüber entscheiden, was sie selbst wollen dürfen, oder hier nicht wollen sollen. Dies schließt mit ein, daß man grundsätzlich in aller Offenheit und mit viel Empathie und Achtsamkeit mit allen Menschen umgehen sollte. Mission und Evangelisation kann niemals darauf reduziert sein, Menschen wortwörtlich so wie Fische nur mit Netzen einzufangen. Sollte es wirklich Steinzeitmenschen noch geben, dann haben sie wie jeder andere das Recht, sich für einen neuen Glauben offen zu entscheiden.
Aber wie kann man dann, ohne direkten Kontakt, missionarisch nur indirekte Kontakte anbahnen? Wer vertritt heute solch autoritäres und zudem dümmliches Menschenbild? Selbst die altertümlichsten und vor Jahrhunderten angekommenen Missionare waren doch zumindest teilweise von der Idee beseelt gewesen, auch unser Christsein durch den Dialog, eine Offenheit über eigene Missionsabsichten und vorallem das Vorleben der Liebe Christi, hier deutlichst auch plausibel zu machen. Die Missionare verfolgten aktuell laut Bericht das Ziel, die christliche Botschaften stark zu verbreiten, ohne direkten Kontakt zu den Gemeinschaften aufzunehmen. Dies mutet an ist wie dümmlich von hinten durchs Auge geschossen. Die Mitverantwortung trägt für dieses Fehlverhalten teilweise deutlich die brasilianischen Regierung. Wenn hier wird auch die Religion, die etwa auch in Nordkorea, oder in Brasilien für isolierte Völker verboten ist, dann doch durch Tricks und Kniffe hinterlistig von Missionaren unterlaufen. Hallo!!: Unsere christliche Botschaft hat auch so etwas wie eigenständige Würde und sie sollte niemals auch nur im entferntesten in den bösen Verdacht kommen, hier auch sehr manipulativ Anwendung zu finden. Wer dies als indigener Mensch auch nur vermuten würde, hätte so zurecht Skrupel.
Ich denke, Missionare und Evangelistinnen müssen die Botschaft von der Liebe Gottes damit begründen, daß diese immer nur ein sehr freiwilliges Angebot unseres Himmels ist und nicht ein Zwang etwa mit der Erpressung, andernfalls in die Hölle zu kommen (oder andernfalls mit der Kritik, man sei zu primitiv und auch zurückgeblieben). Die Zeit jeglicher Zwangstaufen sind schon Jahrhunderte vorbei und Gott liebt jeden Menschen, der je über unsere Erde ging, ebenfalls völlig raussetzungslos. Denn jede christliche Liebe mit Voraussetzungen führt leider schnell zu ihrer eigene Perversion. Ein Ebenbild ihres Gottes sind auch vermutliche Steinzeitmenschen und auch ein Stempelabdruck seiner Liebe. Die dumme Haltung jener Regierung in Brasilien und hier als Gegenstück auch der Evangelikalen, ist wie der pubertärer Schulstreit zweier unreifer Schulkinder und beleidigt u.U. sogar die normale Intelligenz. Unser Vorfahren übrigens vor 100.000 Jahren waren sehr kooperativ, sie kannten keinen Krieg und sie erkannten in jedem Baum und Strauch Gott. Oft sind fälschliche Wilde mit der Schöpfung sanft verfahren. Die Zähmung des Feuers war eine sehr hohe kulturelle Leistung. Der Mensch nährte sich von der Natur wie einst im Schlaraffenland und war – wie Rutger Bregmann hier in seinem Buch schrieb – war „im Grund gut“. Der Herauswurf aus dem Paradies geschah, als der Mensch sesshaft wurde, Regeln und dann bald auch die Soldaten benötigte. Erst dann erschlug Kain seinen Bruder Abel wegen religiösem Neid.
> Aber wie kann man dann, ohne direkten Kontakt, missionarisch nur indirekte Kontakte anbahnen?
Weil der direkte Kontakt die Ureinwohner tötet.
Sie haben keine Abwehrkräfte gegen unsere ganzen Krankheiten. Was Missionare trotzdem oft nicht davon abhält, diesen direkten Kontakt zu suchen. Schließlich geht für sie Seele vor Leben. Was ist da schon ein kleiner Völkermord?
Die isolierten Stämme, die sehr eingeschränkten Kontakt hatten, haben sich diesen Kontakt verbeten. Auch das interessiert die Missionare nicht.
Das sind die beiden Gründe, warum es Gesetze gegen diese Kontaktaufnahme gibt.
Wir leben nicht mehr im Altertum
Wir leben nicht mehr im Altertum oder Mittelalter. Daher könnte man bei einem direkten Kontakt mit Vorsichtsmaßnahmen auch gut verhindern, daß Krankheiten übertragen werden (weil die Menschen nicht gegen unbekannte Keime imun sind). Oben habe ich meine Überzeugung geäußert, daß Ureinwohner nicht primitiv und kulturlos sind. Man muss sich also schon bemühen, deren Willen auch zu akzeptieren und darüber vielleicht einen vorsichtigen Dialog zu pflegen. Die totale Kontaktsperre wäre unsinnig, weil dann von außen trotzdem (eben gerade unkontrollierte) Einflüsse einsickern und das Gegenteil von Schutz erfolgt. In der Regel dürften Ureinwohner friedlich sein, wobei es auch Ausnahmen geben kann. Die Evangelikalen benehmen sich wie der Elefant im Porzellanladen und beide Seiten wie pubertäre streitende Kinder.
Sorry, aber nein – „Die dumme Haltung jener Regierung in Brasilien“ – ? – Nein. Ich zitiere aus dem verlinkten Bericht:
“ Die brasilianische Regierung erlaubt keine Missionierung auf dem Gebiet des Korubo. Seine Politik aus dem Jahr 1987 sieht vor, dass isolierte Gruppen jeden Kontakt initiieren müssen, eine Haltung, die Brasilien zu einem Pionier bei der Achtung der indigenen Selbstbestimmung machte.
Der Staat kontrolliert auch streng den Zugang, um den Korubo und andere nicht kontaktierte Völker in der Region vor Volkskrankheiten zu schützen, zu denen sie wenig oder gar keine Immunität haben.“ – Das Verhalten der „Missionare“ ist aus meiner Sicht durch nichts zu rechtfertigen. Sie sollten es einfach lassen und schluss.. Es ist ja nicht die wirkliche Liebe zu den Indigenen, es ist der eigene Fanatismus. Und die Botschaft der Bibel per Audiogerät zu übergeben ist aus meiner Sicht Unsinn, weil dieser Text aus einer völlig anderen Lebenswelt kommt und so gar nicht ohne weiteres verstanden werden kann. Wenn es so wäre, dass nur durch das „Hören des Wortes“ der Glaube entsteht, bräuchte man ja z.b. in den Großstädten der Welt nur mit mit Megaphon die Bibel laut vorlesen, fertig.
stimmt. Es ist quasi kollektiver Narzissmus dieser Evangelikalen.
Schließlich ist die,Welt voll von Menschen, die sie missionieren könnten. Oft nur um die nächste Ecke.
Aber sie setzen das Leben der Ureinwohner aufs Spiel und ignorieren deren ausdrücklichen Wunsch.
Narzissmus und Eitelkeit und absolute Gewissenlosigkeit
Du schätzt also auch dein Recht auf Mission für höher ein als deren Recht auf Leben und Selbstbestimmung (sie wollen ja keine Missionare)
Wieso überrascht mich das nicht.
Wenn ich das mal richtig verstanden habe, will e i n e r keine Missionare. Die anderen wurden doch gar nicht gefragt. Da kann es doch schon ganz anders aussehen.
‚Einer‘ wäre seltsam. Diejenigen, die Kontakt zur Außenwelt aufgenommen hatten, haben klar zum Ausdruck gebracht, dass sie es nicht wollen. Deshalb ist es gesetzlich illegal:
https://www.spiegel.de/wissenschaft/brasilien-hinweise-auf-illegale-missionierung-von-unkontaktierten-voelkern-a-a008f069-a649-40f3-acaa-d4860925d38e
Natürlich können sie auch wie 2018 die Missionare mit Pfeil und Bogen töten. Was übrigens legal ist. Ich denke, spätestens das ist dann eindeutig.