In zahlreichen Teilnehmerstaaten der aktuellen Fußball-WM ist die Religionsfreiheit eingeschränkt. Ein Bericht von „Kirche in Not“ zeigt teils gravierende Verstöße.
14 der 48 Teilnehmerländer der aktuellen Fußball-WM ist die Religions- oder Weltanschauungsfreiheit eingeschränkt. Darauf weist das katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ hin hin. Besonders angespannt ist die Lage in Ländern wie der Demokratischen Republik Kongo, wo bewaffnete Gruppen seit Jahren Gewalt ausüben. In Mexiko hingegen – einem Gastgeberland der WM – geraten Geistliche zunehmend ins Visier von Drogenkartellen. In Haiti kontrollieren bewaffnete Banden große Teile des Landes und behindern kirchliche Arbeit massiv. Auch in Staaten wie Ägypten, der Türkei oder Katar berichten Minderheiten von Diskriminierung und eingeschränkter Religionsausübung.
Ein differenzierter Blick zeigt sich bei den Gegnern der deutschen Nationalmannschaft: Während Ecuador laut Bericht kaum Einschränkungen kennt, steht die Elfenbeinküste unter Beobachtung – unter anderem wegen wachsender islamistischer Einflüsse. Zugleich gibt es Hoffnungssignale: Die irakische Nationalmannschaft etwa vereint Spieler unterschiedlicher religiöser Herkunft. „Die Weltmeisterschaft bringt Menschen aus allen Kulturen zusammen“, betont Marta Petrosillo von KIRCHE IN NOT – und fordert Regierungen weltweit auf, die Religionsfreiheit konsequent zu schützen.
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