Die israelischen Angriffe auf die terroristische Hisbollah-Miliz im Libanon haben eine Fluchtbewegung ausgelöst. Kirchliche Hilfswerke stoßen an ihre Grenzen.
Die Lage im Libanon spitzt sich dramatisch zu. Seit dem Zusammenbruch des ohnehin „brüchigen“ Waffenstillstands Ende Februar kommt es zu schweren Angriffen, insbesondere auf Beirut und den Süden des Landes, wo die Hisbollah1) ihre Hochburgen hat. Hilfswerke und kirchliche Einrichtungen berichten aufgrund der hohen Zahl an Flüchtlingen von Ressourcenknappheit und Überforderung. Viele kirchliche Einrichtungen seien mit der Betreibung von sozialen Einrichtungen wie Waisenhäusern, Schulen und Altenheimen bereits ausgelastet. „Dieser Krieg bringt uns an unsere Grenzen“, sagt Marielle Boutros, Projektkoordinatorin von KIRCHE IN NOT im Libanon.
„Jedes Mal, wenn wir glauben, dass sich das Leben normalisiert, geschieht etwas, das uns wieder an den Anfang zurückwirft“, so Boutros. Schätzungen zufolge sind rund eine Million Menschen innerhalb des Landes auf der Flucht. Laut KIRCHE IN NOT sind mehr als 550 Notunterkünfte eingerichtet worden. Obwohl die Mehrheit der Vertriebenen aus schiitischen Muslimen bestehe, leisteten vor allem Pfarreien, Klöster und soziale Einrichtungen akute Nothilfe und würden niemanden abweisen. Laut Boutros gehe es dabei um mehr als humanitäre Hilfe: „Wenn die Kirche den Menschen nicht nahe bleibt, verlieren wir sie durch Auswanderung.“
KIRCHE IN NOT ist ein pastorales Hilfswerk, das sich aus Spenden finanziert. Es hilft nach eigenen Angaben vor allem bei der Aus- und Weiterbildung von Seminaristen, Priestern und Ordensleuten, bei Bau und Renovierung von Ausbildungsstätten und Kirchen, beim Übersetzen und Verlegen der Bibel und anderer religiöser Literatur und bei der Ausstrahlung religiöser Rundfunkprogramme.
1) Die EU stuft die Hisbollah-Miliz seit 2013 als Terror-Organisation ein.
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Am Ende steht das Reich Gottes der Liebe
Nicht nur diese Schilderung beweist eine grundlegende Wahrheit, dass nämlich alle Kriege die je geführt wurden, fast nie einer Seite, oder beiden, je genutzt hätten. Aber es ist leider die kausale Kette von immer neuer Ursachen und neuer Wirkungen, von Gewalt und Gegengewalt, von Hass und Gegenhass und im Ergebnis nur unsäglichem Elends. Nun ist unsere Unfähigkeit und auch alle Ratlosigkeit, dem Sinnlosen irgendwie global entgegen zu treten, für sich genommen bereits schlimm genug. Aber dass Gewalt und Gegengewalt von Religionen und sogar Christinnen und Christen als gottgewollt angesehen wird, ist fast noch schlimmer. Nicht sinnlos wird in der Schöpfungsgeschichte jener Krieg geschildert, wo Kain seinen Bruder Abel nur aus purster religiöser Eifersucht mit schwerem Stein erschlägt. Wie wahr. Und am Ende der Schöpfungsgeschichte wird uns bildhaft vom Turmbau zu Babel erzählt, wie einer Geschichte über Tyrannei, denn am Ende fällt der Turm unter seinem eigenen Gewicht und jener Überheblichkeit der Gewalt zusammen und die Menschen fliehen in alle Welt, weil sie sich nicht mehr verstehen. Ich hoffe daher auf Gottes Reich und dass es anfangen wird, uns ein wenig näher zu kommen, wenn einst die Schwerter zur Pflugscharen werden. Ich glaube an solche Phasenübergänge menschlicher Entwicklung, nicht nur weil wir reifer werden könnten, sondern nur Geist Gottes seit Urzeiten an der Schöpfung arbeitet. Denn wir sind Teil eines großes Planes und am Ende steht so ein Neuer Himmel und eine Neue Erde. Es gibt sehr bösartige Lügen, etwa von den guten Atombomben (ein Irrtum wäre immerhin totaler kultureller Untergang). Oder Gott selbst aggressiv Feuer vom Himmel wirft, obwohl er doch Jesus gerade zu uns schickte, weil er jenes Feuer des Hasses und des Todes löschen soll. Es geht nur um Liebe. Die könnten wir leben. Dass Krieg wäre und niemand ginge hin, wäre schon eine gute Idee. Aber wer dies fordert, ist angeblich furchtbar geisteskrank. Aber vielleicht sind es eher jene Zeitgenossen, die nicht glauben können, dass man den Teufel nicht mit dem Belzebub heilen kann. Wenn das Böse gegen das Böse kämpft, vermehrt es sich. Aber wo Liebe auf Liebe trifft, entsteht nur mehr Leben. Und ich meine dies hier nicht biologisch.
Es gibt die Goldene Regel: Wenn ich meinem Mitmensch helfe, ist ihm geholfen. Wenn er mir ebenso hilft, ist mir geholfen und wenn nur 10% aller Menschen nur 10 % anderer Menschen lieben würden, wäre der schöne blaue Planet wunderbares Paradies.
Hätten nur 10% aller deutschen Kirchgänger und Christen vor 1933 rebelliert, hätte der Antichrist Hitler nicht seine Hölle aktiviert.
Wir fliegen zum Mond und Mars, was mich durchaus begeistert. Aber warum nicht einmal etwas versuchen, was allerdings noch anspruchsvoller wäre: Einfach den Krieg zu verbieten und jene die sich gegenseitig umbringen, von Gerichten dann verurteilen zu lassen. Aber darauf wird sich niemand einlassen. Dies ist angeblich völlig weltfremd. Dagegen ist es vernünftig, sich zu töten?
Aus Schwertern, Drohnen, Haubitzen oder Raketen und Atombomben kommt nur brutaler Tod. Todeswerkzeug ist sehr teuer. In einer Welt ohne Krieg könnte eine Friedenswirtschaft eine Welt generieren wie das Paradies. Aber dies bleibt Gott vorbehalten.
Jedenfalls können wir uns als Friedensbewegte Gott als Gehilfen zur Verfügung stellen. Und dies fängt an nur mit Freundlichkeit.