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Bischofskandidatin Petra Bahr: Frauen in der Kirche ähneln den Grünen in der Gesellschaft

Die Frauen in der evangelischen Kirche ähneln nach Einschätzung der Hamburger Bischofskandidatin Petra Bahr (44) den Grünen in der Gesellschaft.

  Zu Beginn sei es eine Gruppe von Spinnern, Träumerinnen und Radikalen gewesen, die auch mal übertreiben mussten, um sich Gehör zu verschaffen, schreibt die Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in der «Zeit»-Beilage «Christ & Welt». Inzwischen seien viele Gedanken der feministischen Theologie in der Mitte der Kirche angekommen. Doch ähnlich wie beim Umweltschutz reiche es nicht aus, über Frauenfragen nur zu reden.

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 Frauen haben nach den Worten Bahrs mit ihrem Bezug auf konkrete Lebenserfahrungen der Menschen ihre Kirche nachhaltig bereichert. Das Herz und der Intellekt von Frauen seien mit komplizierten Lebensläufen, den Brüchen und den vielen Lebensformen theologisch reflektierter umgegangen, als es viele männliche Kollegen vermochten. Sie hätten die Stille, das Gebet und die Leiblichkeit einer «vermeintlich verkopften Religion» neu entdeckt. «Frauen haben die alten Gottesbilder von den Wänden gerissen», sagte Bahr.

 Dennoch seien Frauen in kirchenleitenden Positionen immer noch Ausnahmen, kritisierte die Kulturbeauftragte. Nachdem mit der EKD-Ratsvorsitzenden Margot Käßmann die prominenteste Protestantin in Deutschland zurückgetreten sei, gebe es keine Bischöfin im Rat der EKD. In vielen Gremien seien Frauen immer noch in der Minderheit, auch wenn die Zahlen der Theologiestudentinnen stetig zunähmen und die Ehrenämter in der Kirche von Frauen geführt würden. Bahr ist gemeinsam mit der Hamburger Hauptpastorin Kirsten Fehrs (49) Kandidatin der Nordelbischen Kirche für die Bischofswahl in Hamburg am 17. Juni.

(Quelle: epd)

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