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Buß- und Bettag: Beck und Beckstein bedauern Abschaffung

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Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) und der ehemalige bayerische Regierungschef Günther Beckstein (CSU) haben das Abschaffen des Buß- und Bettags als arbeitsfreien Feiertag als Fehler bezeichnet.

 Es sei falsch gewesen, einen Feiertag mit Geld aufwiegen zu wollen, sagte Beckstein am Mittwochabend bei einer Diskussion in Speyer. Es täte der Gesellschaft gut, wenn sie diesen Tag der Besinnung noch hätte.

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 Für ihn habe zunächst der soziale Aspekt der Pflegeversicherung im Vordergrund gestanden, zu deren Finanzierung der Feiertag gestrichen worden sei, sagte Beck bei der Veranstaltung in der Reihe «500 Jahre Reformation» der pfälzischen Wochenzeitung «Evangelischer Kirchenbote» und der Tageszeitung «Die Rheinpfalz». Später habe er eingesehen, dass seine Zustimmung ein Fehler gewesen sei. Wenn die Kirchen bereits im Vorfeld so energisch protestiert hätten wie danach, wäre die Entscheidung so nicht gefallen.

 Beide Politiker forderten die Kirchen auf, sich stärker an den gesellschaftlichen Diskussionen zu beteiligen. Die Prägekraft des Christentums für die Gesellschaft habe zwar nachgelassen, sagte Beckstein, aber der Einfluss der Kirchen auf die Parteien sei im Vergleich zu anderen Organisationen nicht gesunken. Rheinland-Pfalz schütze den Sonntag stärker als angrenzende Bundesländer, sagte Beck. Bei den dadurch ausgelösten Debatten wünsche er sich eine stärkere Unterstützung durch die Kirchen.

 Das Verhältnis zwischen Kirche und Staat sei in Deutschland besonders sinnvoll geregelt, sagten Beck und Beckstein übereinstimmend. Das aus dem Judentum hervorgegangene Christentum, der Humanismus und die Aufklärung seien die Wurzeln der deutschen Leitkultur, die wichtig für das Land sei, sagte Beckstein, der auch Vizepräses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland ist. Diese Leitkultur dürfe aber nicht feindselig gegen Nichtchristen in Stellung gebracht werden.

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 Sowohl Beckstein als auch Beck sagten, dass der christliche Glaube in ihrer politischen Arbeit eine wichtige Rolle spiele. Er sei ihm Mahnung, dass er nicht selbst der Allerhöchste sei, sondern dem Allerhöchsten verpflichtet sei, sagte Beckstein. Der Glaube gebe ihm die Demut zu wissen, dass er auch bei schwierigen Problemen nicht alleine entscheide, sondern in ein festes Wertegerüst eingebunden sei, fügte Beck hinzu. Politiker sollten ihren Glauben bekennen, sich jedoch nicht dahinter verstecken oder ihn für politische Zwecke missbrauchen.

(Quelle: epd)

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