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Deutsche Bischofskonferenz: Katholische Kirche startet Dialog

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Die katholische Kirche sucht bei einem zweitägigen Gesprächsforum in Mannheim Wege aus der Vertrauenskrise.

 Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, kündigte am Freitag vor Beginn des Treffens an, dass bei den Gesprächen kein Thema ausgeschlossen werden soll. Die derzeit dringendste Frage sei aber nicht die nach dem Zölibat oder der katholischen Sexualmoral.

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 Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD), der dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) angehört, kritisierte derweil die hierarchischen Strukturen innerhalb der katholischen Kirche. Der Münchner Kardinal Reinhard Marx warnte davor, dass Machtfragen den Dialogprozess bestimmen könnten.

 Die Bischofskonferenz hatte den Dialogprozess, der bis 2015 angelegt ist, im vergangenen Jahr unter dem Eindruck der Missbrauchsskandale in katholischen Einrichtungen beschlossen. Eingeladen nach Mannheim sind rund 300 Teilnehmer aus Diözesen sowie Vertreter katholischer Fakultäten, Ordensangehörige und Mitglieder des ZdK. Nach der Auftaktveranstaltung soll es in den kommenden Jahren vier weitere Treffen geben.

 Zollitsch sagte im Deutschlandradio Kultur, Reformbedarf sehe er vor allem bei der Frage, wie das Engagement der Laien in der Kirche gestärkt werden kann. Bundestagsvizepräsident Thierse sagte in einem epd-Gespräch: «Ich glaube, dass eine dominante Klerikerkirche keine Zukunft hat.» Durch die Missbrauchsskandale sei das Klerikerbild in der Öffentlichkeit stark beschädigt worden.

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 Mit Blick auf die sinkenden Priesterzahlen und immer größer werdende Kirchengemeinden sprach sich der SPD-Politiker dafür aus, den Laien in der Kirche mehr Rechte einzuräumen. «Die Frage ist: Was können Laien tun, was können aber auch Frauen und Diakone tun?» sagte Thierse.

 Der Münchner Kardinal Reinhard Marx sagte am Freitag im Deutschlandfunk: «Wir sind in einer Zeit des Umbruchs.» Doch werde die katholische Kirche nicht neu erfunden. Der Dialogprozess solle eine Ermutigung sein und analytisch der Frage nachgehen «Was will der Herr, was will uns Jesus in dieser Stunde sagen?» Entscheidend sei der «geistliche Weg»: Die Kirche sei «kein politischer Verein, wo sich die einen gegen die anderen durchsetzen».

 Zollitsch sagte, die katholische Kirche in Deutschland wolle in dem Dialogprozess klären, was es heiße, heute an Gott zu glauben: «Die Gottesfrage ist die entscheidende Frage.»

(Quelle: epd)

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