Maria und Josef im München von heute: Die „Christmas Experience“ des ICF holt die Weihnachtsgeschichte ins Jahr 2025 – verpackt in ein Musical mit großer Bühnenshow und Livestream.
„Was würde passieren, wenn die Weihnachtsgeschichte heute stattfindet – hier und jetzt, in München?“ Mit der Christmas Experience 2025 lädt das ICF München dazu ein, diese Frage zu erleben. Am 6. und 7. Dezember sollen sich im Showpalast München „Alltags-Chaos, urbane Realität und ein Hauch von Himmel begegnen“, heißt es in einer Pressemitteilung.
Wegen der „großen Nachfrage“ sind in diesem Jahr vier Vorstellungen geplant, zwei davon sind Familienvorstellungen mit angepasster Lautstärke. Nach der Show können Besucherinnen und Besucher sich noch auf dem Weihnachtsmarkt rund um den Showpalast aufhalten. Auf YouTube gibt es einen Livestream der Weihnachtsshow. Der Eintritt ist frei, der Veranstalter empfiehlt eine Sitzplatzreservierung.
Moderne Weihnachtsgeschichte
Die Weihnachtsgeschichte passiert diesmal nicht in einem Stall in Bethlehem, sondern im München des Jahres 2025, heißt es: „Maria, eine junge Frau, erlebt das medizinisch Unmögliche: eine Schwangerschaft ohne jede Erklärung. Josef, überfordert von der Situation und von sich selbst, rennt zunächst weg, um nachzudenken. Isa, Ärztin und Social-Media-Heldin, hat ihre Zweifel so tief eingemauert, dass kaum noch Platz für Wunder ist. Und Tino, der Putzmann, der jeden Tag durch volle Hallen wienert, ohne dass jemand ihn wahrnimmt, entdeckt plötzlich, dass der Himmel durchaus ein Herz für Menschen wie ihn hat.“
„Gott sieht jeden Menschen“
„Die Christmas Experience ist keine klassische Theateraufführung“, heißt es in der Pressemitteilung. Die „packende Mischung aus Schauspiel, Tanz, Live-Musik und einer LED-Inszenierung“ soll den Himmel „fast greifbar“ machen.
Über 100 Ehrenamtliche haben das Stück geschrieben und „über Monate hinweg mit viel Leidenschaft, Professionalität und Liebe zum Detail geprobt“. Insgesamt sind laut ICF München circa 300 Ehrenamtliche an dem Projekt beteiligt.
„Gott sieht und liebt jeden Menschen – ob sichtbar oder unsichtbar für andere“: Diese „zentrale Weihnachtsbotschaft“ soll die vierte Christmas Experience deutlich machen. „Zweifel ist kein Fehler, sondern oft der Anfang von tieferem Glauben. Wunder passieren, manchmal leise, manchmal widersprüchlich, aber sie passieren. Und: ‚Fürchte dich nicht‘ ist mehr als ein netter Satz aus der Bibel: Es ist ein Angebot, das Leben voller Mut anzupacken.“
Aufführungszeiten
- Samstag, 6.12. um 19:30 (mit Livestream)
- Sonntag, 7.12. um 11:00 Uhr (Familienvorstellung mit Livestream, Übersetzungen: Englisch, Spanisch und Mandarin)
- Sonntag, 7.12. um 15:00 Uhr (Familienvorstellung, Übersetzung: Russisch)
- Sonntag, 7.12. um 18 Uhr
Link: Webseite der Christmas Experience 2025
(Malin Georg)

Es wundert mich dass hier so kritiklos über ICF berichtet wird. ICF ist alles andere als unumstritten.
Ich bin mir sicher, dass das ICF möglichst Bibelnah ist, auch wenn es ein Versuch ist die Geschichte aus heutiger Zeit zu erzählen mit normalen Menschen.
Josef und Maria waren zu ihrer Zeit auch ganz normale Menschen, mit Ängsten und Problemen.
ich persönlich freue mich schon sehr darauf, ich bin Morgen Abend vor Ort.
Gott ist Gott und kein Magier
Maria und Josef im München von heute: Die „Christmas Experience“ des ICF holte die Weihnachtsgeschichte ins Jahr 2025 – verpackt in ein Musical mit großer Bühnenshow und Livestream – zurück nach München, zu den Menschen der Jetztzeit. Sie ist dann ein wenig auch ein Sozialdrama und neben den emotionalen Momenten zudem eine Geschichte zum Anfassen. Die Geburt Jesu mehr als Krippenspiel gute himmlische Revolution.
Nun ja, die Geburt Jesu ist nie unerklärlich, denn nur unser Lukasevangelium berichtet über die Kindheit Jesu, die anderen Evangelien spekulieren nicht über übernatürliche Geburtsursachen. Sie gehen wohl ebenso davon aus, sie habe Ursache und Finalität wie alle Geburten. Warum auch soll Gott da anders verfahren mit unserer Erschaffung des Menschseins auf Erden. Immerhin ist unser ganzes Universum und Natur dieses Planeten ein pures Wunder. JESUS WAR GANZER MENSCH + GANZER GOTT. Der Menschensohn Jesu ist biologisch gezeugt (und nicht vom Heiligen Geist, Gottes Geist ist nicht biologisch , sondern göttlich). Immerhin steht im Urtext unzweideutig und klar bei Maria, dass sie eine junge Frau ist und hier, entgegen der absichtlichen Hinnahme einer Falschübersetzung, nicht eine Jungfrau. Dies hatte damals Theologieprofessorin Ranke-Heinemann, noch unter Aufruhr konservativer Theologen, harsch kritisiert. Heute mag da niemand mehr, auch nicht katholisch, darüber reden. Es wäre peinlich.
Als Laie kann ich hier nur vermuten, die Genese der Maria als Jungfrau, die dann doch ein Kind bekommt, hängt zusammen mit einer sehr falsch formulierten Erbsünde, denn die Erbsünde wird nicht vererbt, sie ist nicht genetisch bedingt und wir haben sie ebenso nicht so von Adam und Eva bekommen. Zumal beide Erste Menschen Teil eines (inhaltlich durchaus großer Wahrheit) doch Antiken Glaubensbekenntnisses sind. Klartext: Es geht der Schöpfungsgeschichte, vom Paradies bis zum Turmbau zu Babel, sinnbildlich um ihren Inhalt und nicht historische Geschichte. Wenn die Erbsünde keine antigöttlichen Gene produziert, geht es um unsere Sünde, also um die große und oft auch unsichtbare Nichtbeziehung auch von guten lieben Menschen zu Gott. Gewissermaßen ist Jesus Christus, Mensch+Gott in einer Person, als der Neue Adam, jene Art Mensch mit einer Gottesbeziehung, die sich der Himmel wünscht. Deshalb gebietet die Geschichte von der Geburt Jesu, in dem offenen Innenhof eines Stalles, jenes Geschehen nach München, (in den Gazastreifen, oder in die sehr gespaltene Gesellschaft der USA) zu verlegen. Die Liebe Gottes ist das kleine Kind in der Krippe, die doch Gott selbst ist. Mein alter Pfarrer der Kindheit hatte da vollkommen recht: Gott ist ganz tief nach unten gekommen, in eine Notunterkunft in der Fremde. Denn das Baby sagt uns, dass die Welt Liebe braucht. Dass Jesus am Kreuz starb, war die reinste Liebe im Universum.
Eine Frau, die verlobt war und mit noch keinem Mann Sexualität praktiziert hat, ist eine Jungfrau, wie bei Lukas beschrieben.
„Wie soll das geschehen, da ich doch von keinem Mann weiss?“, spricht dort Maria. Und Josef wollte sie verlassen, weil er dachte, sie habe ihn betrogen.
Vom Text her eindeutig eine Jungfrau und eindeutig eine Zeugung durch den Heiligen Geist. 🙂 Gott kann Wunder tun…
Gott ist nicht widersprüchlich, aber die Bibel kann irren
Lieber Dirk Gote: Im Urtext steht eindeutig das richtige Wort für „junge Frau“ und nicht ein völlig anderes Wort für „Jungfrau“. Außerdem steht das Kindheitsevangelium mit der besagten falsch übersetzten Jungfrau nur im Lukasevangelium. Die Bibel ist nach (fast) einem einmütigem Bekenntnis aller Christen – auch Evangelikale haben es unterschrieben – ein „Gotteswort durch Menschenwort. Es ist leider bibelweit nicht frei von Ausschmückung, menschlicher Meinung und schlicht Irrtum. Eben weil die Bibel nicht vom Himmel gefallen ist und ursprünglich mündlich und danach schriftlich überliefert wurde. Seit Martin Luther und in der Neuzeit wird unsere ganze Bibel am Neuen Testament bzw. an Werk und Person von Jesus Christus ausgelegt. Immerhin haben Menschen überhaupt entschieden, welche Texte in die Bibel aufgenommen wurden. Nun glaube ist fest, dass die Bibel Gottes Wort ist und uns daher nützlich. Aber eben in einer Weise, dass wir wahre Erkenntnisse nicht einfach negieren. Sonst würden Menschen, die ganz viele Widersprüche in der Bibel erkennen, immer schier verzweifeln. Es geht ja nicht darum dass Gott widersprüchlich ist, sondern manchmal die überlieferten Tatsachen, die uns als Glaubens- und Gotteserfahrung erreichen. Gott ist immer der gleiche Gott, so wie in dann Jesus wirklich beschrieben hatte, ein Gott der Liebe.
https://www.welt.de/kultur/article3110779/Jungfernschaft-Debatte-Bei-Jungfrau-Maria-zaehlt-die-geistliche-Wahrheit.html
Der renommierte Theologe Prof. Dr. Klaus Berger ist da aber so gar nicht Ihrer Meinung.
Der Gesamtkontext ist schon recht eindeutig. 😉
… und Gott kann Wunder tun…
Es gibt auch kein einmütiges Bekenntnis aller Christen. Nichtmal evangelische Pastoren sind sich darin einig, wie die Bibel zu sehen ist. Ich bin selber freikirchlicher Pastor und war bis zu meinem 22 Lebensjahr in einer Evangelischen Landeskirche, kenne also beide Seiten. Seien sie bitte etwas vorsichtiger mit solchen Behauptungen.
Die Jungfrauengeburt wird bei Matthäus und bei Lukas beschrieben, lieber Herr Hehner.
Das hebräische Wort „almah“ kann mit junge Frau oder mit Jungfrau übersetzt werden – je nach Kontext.
naja, nur weil Josef nicht der Vater war und Maria sagte, sie wusste nicht, wer es war, heißt das nicht, dass es nur der heilige Geist sein kann.
Es gibt da noch eine Möglichkeit. Die auch noch heute gar nicht so selten vorkommt.
Herr Hehner, es wundert mich, dass Sie hier eine Theologie unterstützen, die entgegen der Bibel behauptet, Jesus sei nicht durch den Heiligen Geist gezeugt, sondern hätte einen biologischen menschlichen Vater, während das ganze Neue Testament das Gegenteil bezeugt.
„34 Maria aber sprach zu dem Engel: Wie kann das sein, da ich von keinem Mann weiß? 35 Und der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden.“
Lukas 1 (Schlachter 2000)
18 Die Geburt Jesu Christi aber geschah auf diese Weise: Als nämlich seine Mutter Maria mit Joseph verlobt war, noch ehe sie zusammengekommen waren, erwies es sich, dass sie vom Heiligen Geist schwanger geworden war.
Matthäus 1 (Schlachter 2000)
Wenn Sie wirklich glauben, dass hier Menschenwort geschrieben ist, ist auch Jesu Tod und anzuzweifeln. Wenn dies anzuzweifeln ist, dann ist Ihr und mein Glaube umsonst und wir sind verloren. Parallel zu dem, was Paulus geschrieben hat:
„12 Wenn aber Christus verkündigt wird, dass er aus den Toten auferstanden ist, wieso sagen denn etliche unter euch, es gebe keine Auferstehung der Toten? 13 Wenn es wirklich keine Auferstehung der Toten gibt, so ist auch Christus nicht auferstanden! 14 Wenn aber Christus nicht auferstanden ist, so ist unsere Verkündigung vergeblich, und vergeblich auch euer Glaube!“
1. Korinther 15 (Schlachter 2000)
Und das soll Glauben wecken?
Unterhaltung kann Zugang zu Gott sein
Lieber Manfred Reichelt, ich glaube schon dass dies Glauben wecken kann. Heutige Formen der Unterhaltung mögen nicht perfekt und über jeden Zweifel erhaben sein, aber sie sind gute Möglichkeiten eines Zuganges zu Menschen, die eben solche Art der Unterhaltung und Kultur sehr lieben.
@Manfred Reichelt
Das ICF besteht seit 20 Jahren und hat es in der Zeit geschafft sehr viele Menschen den Glauben nah zu bringen. Gerade unter jungen Menschen ist das ICF sehr erfolgreich.
Das ICF ist so erfolgreich, dass es heute schon eine größere Reichweite hat als die katholische Kirche in München.
Und das mit guter, bibelnaher Theologie.
Und das Christmas Experience ist toll, ich freue mich schon sehr darauf.