Schauspiel, Tanz, Musik: Die moderne Inszenierung der Weihnachtsgeschichte lockte 6.000 Besucher in den Münchener Showpalast.
Rund 6.000 Besucherinnen und Besucher kamen zu den vier Aufführungen der Christmas Experience 2025 in den Showpalast München. Das Großevent des ICF München präsentierte die Weihnachtsgeschichte in einer modernen Inszenierung – mit Schauspiel, Tanz, Live-Musik und LED-Lichtkunst, heißt es in einer Pressemitteilung. Das Stück erzählte die Geschichte von Maria und Josef neu: Josef als Partygänger, Maria mit einer überraschenden Diagnose. Zweifel, Hoffnung und Wunder prägten die Handlung, „die Jung und Alt gleichermaßen berührte“, schreiben die Veranstalter.
„Die Weihnachtsgeschichte ist nicht nur eine Geschichte auf der Bühne – sie ist eine Einladung an jeden Einzelnen, Jesus Christus und seiner Hoffnung und seinem Licht im eigenen Leben Raum zu geben“, sagte ICF-Pastor Tobias Teichen in seiner Kurzpredigt.
Etwa 500 überwiegend ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren monatelang mit Planung und Umsetzung beschäftigt, heißt es. Laut Kirchenangaben verfolgten zusätzlich zu den 6.000 Gästen vor Ort rund 8.000 Zuschauerinnen und Zuschauer den Livestream der Show.
Das ICF München ist eine evangelische Freikirche, die es sich nach eigenen Angaben zum Ziel gesetzt hat, die Botschaft von Gottes Liebe auf kreative, zeitgemäße und lebendige Weise zu verbreiten.

Ich war am Samstag Abend mit dabei und wieder begeistert. Wieder, denn ich war vor zwei Jahren das erste mal auf der Christmas Experience.
Im Artikel wird leider ein Detail verschwiegen das ich für sehr wichtig halte: Überwiegend waren junge Erwachsene vor Ort und das zeigt: Man kann mit dem Evangelium alle Menschen erreichen! Man muss Gott vertrauen und es einfach tun!
Gott holt uns bei unseren Gefühlen ab
Ich war begeisterter Mitfeiernder auf einem Kirchentag in Nürnberg vor Jahrzehnten bei der Kirchenoper Maria. Da wurde Maria als Mutter Gottes als ein ganz normaler Mensch dargestellt, in der Fremde, unverheiratet, die ein Kind bekommt und die Handlung hatte eine groß Glaubwürdigkeit dann eigentlich gerade durch diese Art der Vorstellung. Sie machte glaubwürdig, dass Gott wirklich als kleines Baby auf die Welt kam, uns also bei unseren Gefühlen abholte, eine Ode an das Leben und die Liebe hier vor allem von Gott, der zu dieser Geburt in den Stall kam – dies war damals ein nicht bedachter Innenhof und viel weniger als eine Notwohnung. Kritisch konnte ich in mir feststellen, dass mir diese Enthusiasmus ein wenig zu unnüchtern war und wie man sehr schnell Menschen sowohl in gute Richtungen, als auch in solche die weniger gut sind, stets manipulieren kann. Denn immerhin haben sich fast alle unter Tränen, Jubel und Begeisterung umarmt und geküsst. Aber es mag auch an mir und meinem Umgang mit Gefühlen liegen, dass ich auch bei ganz banalen Fußballspielen und meiner Teilnahme als Publikum nicht enthusiastisch ausraste. Insgesamt halte ich diese Form von Kirchenoper oder Kirchenoperette aber, mit modernen Handlungen, für eine gute Möglichkeit, das Evangelium unter die Menschen zu bringen. Denn Gott hätte uns ja nicht so bei den Gefühlen angesprochen, wenn er nicht das süße und schutzbedürftige Kind in der Krippe gewesen wäre, sondern als der große Heerführer gekommen wäre, was er aber nicht tat, da Gott liebevoll ist und das unendliche Weltall und diesen durchaus auch an manchen Stellen schönen Planeten nur mit Liebe regiert. Wir sind ja auf der Wanderschaft vom mörderischen Kain zu den Engeln der Neuen Welt Gottes. Auch der Tod Jesu am Kreuz, und damit das Opfer von Gott selbst für die Erlösung aller Menschen, sollte schon unserer Unart, dass unser Stammhirn den alten Neandertaler herauskehrt in jedem brutalen Krieg und jedem Sexuellen Missbrauch, dies sehr unter den Senkel stellen. Gott wird nicht brutal, er ist nicht zornig und wirft kein Feuer vom Himmel, sonst hätte er sich nicht brutal an ein Kreuz schlagen lassen, denn in Jesus Christus war er als zweite Person im Menschensohn Jesus anwesend. Er weiß, wie wir uns fühlen, wenn uns die Henker sowie Scharfrichter in der Antike, oder heutige brutale Soldateska zu Unmenschen machen, oder zu Opfern. Oder was viele Menschen fühlten, wenn sie im KZ massenvernichtet werden. Als einer unserer Pfarrer einmal, was so sein Art war, aus der Rolle fiel, ließ er sich von guten Menschen an Heiligabend ein wirkliches Baby auf die Kanzel reichen, was wirklich lebendig machte, dass die Krippengeschichte eben nicht nur barocke traditionelle Kirchengefühle hervorruft, sondern auch Tränen, die eher eine Art besonderer Freude ausdrücken: Gott arbeitet ganz unten !