Mit einer kostenlosen App bringt die Evangelische Kirche in Deutschland ihre Kulturkirchen ins Netz. Diese informiert über 33 Standorte von der Nordseeküste bis zu den Alpen und enthält Veranstaltungstermine sowie redaktionelle Beiträge.
Die "Kulturkirchen-App" versteht sich als Beitrag zur Vernetzung der Kulturarbeit, wie die Kulturbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Petra Bahr, erklärte.
Alle Kirchen seien grundsätzlich auch kulturelle Orte, fügte Bahr hinzu: "Das religiöse Leben gibt es ja nur in kulturellen und künstlerischen Gestalten: Musik, Liturgie, Architektur, Predigt." Es gebe aber Kirchen, in denen das Bewusstsein dafür, dass Kirchen auch Ausdruck, Spiegel und Kritik von Kultur sind, wachgehalten und gepflegt wird, betonte die Theologin.
Oft werde bei dem Thema Kultur und Kirche nur an «die Geschichte, an ehrwürdige Dome, an Bach, an die Lyrik des Barock» gedacht. Die Auseinandersetzung mit der Gegenwart, vor allem mit Gegenwartskünsten, werde dagegen oft vernachlässigt, bedauerte Bahr. Kulturkirchen seien in diesem Sinne auch "keine coolen Locations, in denen die Kultur das kirchliche Leben ersetzt hat, sondern Orte für eine spannungsvolle und lustvolle Auseinandersetzung des Christentums mit der Kultur der Gegenwart". In diesem Sinne stünden Kulturkirchen für eine «radikal gegenwartsbezogene Kirche».
(Quelle: epd)
