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ZDF räumt Fehler bei Beitrag über das Christentum ein – teilweise

Die negative Darstellung des Christentums in einem Beitrag der Kindernachrichtensendung „Logo!“ sorgte für Kritik. Der Sender spricht von einer „unglücklichen Programmkombination“, nicht jedoch von inhaltlichen Fehlern.

In der betreffenden „Logo!“-Sendung vom 19. März folgten zwei Beiträge unmittelbar aufeinander: zunächst ein positives Erklärvideo über das Fastenbrechen der Muslime, dann ein Beitrag über die sinkenden Mitgliederzahlen der Kirchen in Deutschland – verknüpft mit der Geschichte des Christentums in Deutschland. Die Catholic News Agency hatte zuerst darüber berichtet.

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Im düster wirkenden Beitrag über das Christentum wurden unter anderem der Ablasshandel, die Angst vor der Hölle und der mittelalterliche Machtmissbrauch der Kirche thematisiert. „Und dann haben Kirchenleute in den letzten Jahrzehnten richtig schlimme Fehler gemacht und zum Teil schreckliche Verbrechen an Kindern begangen“, erklärte die Sprecherin und ergänzte, dass sich auf der „Logo!“-Homepage weitere Informationen befänden.

„Zerrbild von Kirche“

An dieser Darstellung gab es öffentliche Kritik, darunter von der Deutschen Bischofskonferenz und im Medienmagazin PRO. Der Beitrag sei nicht kindgerecht gewesen und habe ein „Zerrbild“ von Kirche präsentiert. Mittlerweile hat das ZDF auf die Kritik reagiert. „Beide Themen wurden unabhängig und ohne Absicht einer inhaltlichen Gegenüberstellung geplant“, teilte der Sender auf eine Anfrage der WELT mit. Die Gegenüberstellung sei „unglücklich gewählt“ gewesen. Der Vorfall werde intern aufgearbeitet, heißt es. Inhaltliche Schwächen oder Fehler im Beitrag über das Christentum räumte der Sender jedoch nicht ein.

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14 Kommentare

    • Stimmt, eine katholische Quelle und eine angebliche Aussage eines einzelnen Kindes. Viel neutraler, unabhängiger, umfassender und sachlicher geht es sicherlich nicht.

      Interessant wäre, was er auf die Frage seines Kindes geantwortet hat. Denn sachlich war der Bericht ja richtig. Und sein eigenes Kind belügt man ja hoffentlich nicht.

      • Was erwartest du ?
        Dass deine Meinung kompetenter ist als die eines ehemaligen Korrespondenten und die eines Kindes, das genau der Adressat einer solchen Sendung ist ?

        “ Interessant wäre, was er auf die Frage seines Kindes geantwortet hat. “
        Seine Reaktion steht im Text.

        „. Denn sachlich war der Bericht ja richtig.
        Kinder brauchen Neutralität, und erst dann kann die negative Seite, die es leider auch im Islam gibt, ohne das sie erwähnt wurde, ein Thema sein. Im Gespräch mit Erwachsenen.
        Und was du Sachlichkeit nennst, sehen andere anders.
        Du bezeichnest dich sicher als sachlich argumentierend, aber deine Sachlichkeit ist stark negativlastig.

        “ Und sein eigenes Kind belügt man ja hoffentlich nicht. “
        Man möchte sein Kind beschützen, und vor dem Hässlichen bewahren.
        So die Geschichte vom bösen Wolf.
        Man erzählt heute, dass der Wolf nahezu ein Schmusetier ist, verkennt aber, dass er in erster Linie ein wildes Raubtier ist.
        Das Kind wächst in einer immer stärker verwildernden Umgebung, und bedarf sehr viel Schutz.
        Ein unverfälschter Glaube ist daher wichtig, nicht die kritikverwässerte Version, der du anhängst.
        Und ob Skandal oder nicht ?
        Ich schrieb schon an anderer Stelle, die Bild lese ich nicht.
        An Skandalen bin ich nicht interessiert.

        “ Stimmt, eine katholische Quelle und eine angebliche Aussage eines einzelnen Kindes. “
        Deine Meinung hast du ja schon bekundet. Ich höre auch gerne was andere zu sagen haben.

  1. Ich habe mir inzwischen beide Berichte angeschaut. Kann auch jeder machen in der Mediathek des ZDF.

    Zunächst: Beides sind 2 recht kurze, nur wenige Minuten lange Berichte innerhalb einer Sendung mit weiteren Themen, die nichtreligiös waren. Das Themenspektrum der Sendung ist enorm weit.

    Die Sprache ist einfach und kindgerecht. Thematisch bleibt es daher auch sehr an der Oberfläche. Gilt dort für alle Berichte.

    Weder ging es im 1. Bericht allgemein um Islam noch im 2. allgemein um das Christentum.

    Thematisch ging es im 1. Bericht rein um Ramadan und so kurz, wie der Bericht war, auch sehr um das wie und kaum um das warum.

    Der 2. Bericht hatte das Thema, warum so viele Menschen aus den christlichen Kirchen austreten. Es ging nicht um christlichen Glauben sondern um die kirchlichen Institutionen und die Gründe ihrer Mitgliedsentwicklung.

    Warum früher fast alle in den Kirchen waren (staatlicher Druck, Höllendrohung, Ablasshandel). Wer das kritisiert, muss wohl auch Luther kritisieren, denn der hat ja bekanntlich ähnlich geäußert.

    Eben diesen Druck gibt es heute nicht mehr.

    Hingewiesen wurde auch auf die Austritte wegen der Missbräuche. Auch das stimmt und gerade bei Kindern ein wichtiges Thema, da es sie selbst betrifft und sogar immer noch sehr real betreffen könnte, dann wohl kaum einer glaubt wohl, dass es das heute bei den Kirchen nicht mehr gibt.

    Insgesamt war faktisch nichts falsch.

    Ich fand das allerdings viel zu kurz und man hätte auch die Gegenseite, warum manche Menschen in der Kirche bleiben, darstellen können. Hat man aber nicht.

    Insgesamt ein journalistisch, selbst wenn für Kinder gemacht, schwacher Bericht, aber sicherlich kein Skandal.

    Und eben keine Kritik am christlichen Glauben sondern an den Institutionen. Das ist zwar für manche Christen das gleiche, die Ansicht teile ich aber nicht

    • Was auch noch erwähnenswert ist, die Reformation (die Erneuerung innerhalb des Systems) wird unterschlagen, man spricht von „Gelehrten“ die das finstere Zeitalter beendet haben. Ich bleib dabei, das ist billige Meinungsmache und das blinde Auge gegenüber dem Islam.
      Und das passt in das Framing unserer Zeit, wo die „Linken“ ihre“ Affinität zu Islam entdecken.

      • Immer dieses Linkenbashing, als wenn unsere Presse links wäre.

        Schau Dir doch einfach mal an, wem Privatsender und Zeitungen gehören. Das sind alles andere als Linke.

        ARD ist je nach entsprechenden Landesregierungen wild gemischt: NDR und BR sehr konservativ, Radio Bremen spd-lastig.

        ZDF war schon immer rechts der Mitte, vielleicht nicht jede Sendung, aber sicher in der Tendenz. Deshalb wurde das ZDF doch damals gegründet auf Veranlassung der CDU.

        Wenn man allerdings sehr weit rechts steht (wie die AfD), dann wirkt fast alles andere links.

      • Ach ja, die Reformation hat das finstere Zeitalter nicht beendet sondern in dem von ihr vorherrschenden Teil nur unter anderer Fahne weitergeführt.

        Von den konfessionellen Kriegen, die dann auch noch folgten und wo es dann richtig finster wurde, ganz zu schweigen.

        Die Aufklärung kam durch Wissenschaft, nicht durch Religion.

        Das war also auch korrekt.

  2. Reiner AfD-Sprech

    „In diese Richtung wird es wohl gehen, kombiniert mit der bekannten Tatsache, dass der Journalismus in Deutschland fest in der Hand der linker Ideologen ist. Für wie dumm halten diese Leute eigentlich die Zuschauer und wie primitiv sind die Versuche der Indoktrination“! Eigentlich, lieber Stammtischbruder , habe ich gar keine andere Antwort erwartet. Dies ist, entschuldigen Sie, dass ich dies so ungeschminkt schreibe, reinster AfD-Sprech. Und selbstverständlich gibt es immer noch ANGEBLICH glasklarer Glauben, etwa an die Ewige Verdammnis, die doch weit hinter dem zurück geht, was Christinnen und Christen hoffen und Gott an Gnade sowie Liebe zurechnen. Was halten Sie dann von der christlichen Ansicht, die doch auf Bibelautoren unmittelbar zur Zeit Jesu zurück geht, dass die Liebe die erste ist unter Hoffnung und Vertrauen ist und dass ohne Liebe aber alles Null Wert hat. Würde dies hier ein Mensch aus eigenem Gusto formulieren, wäre klar, wie die Antwort aus strenger evangelikaler Sichtweise nur aussehen könnte. Selbstverständlich sind unsere Mitbürger aus den Reihen der Migranten, die sich als Islamgläubige auch auf Moses und Abraham berufen, durch jene die ihren Glauben neben Juden und Christen, auf die Urväter auch der Christenheit berufen. Leider gibt es in allen Welt genug Menschen, die zwar an Gott glauben, aber durchaus überzeugt ist, Gott betreibe auch Kriege, werfe Feuer vom Himmel und werde am jüngsten Tag nur eine kleine Minderheit retten und nicht wie Jesus, der sehr gut
    versprochen hatte, nicht zum Gericht sondern zur Erlösung zu kommen. Sonst wäre die Lage der Menschheit nur hoffnungslos.
    Immerhin haben Jesusfreunde einst die Menschenrechte formuliert und das Völkerrecht vorgedacht. Heute bröckelt aber aus guten Gründen, selbst so eine kranke Gestalt wie Donald Trump noch als Gesandter des Himmels anzusehen. Immer noch.

  3. Über den christlichen Glauben zu hetzen ist halt auch ungefährlicher als über „den Propheten“…

    • Wo siehst du beim ZDF-Beitrag Hetze? Was ist dort inhaltlich falsch?

      Und wie wichtig ist für Dich das Gebot, nicht falsch Zeugnis zu reden, bevor Du so etwas postest?

  4. ARD und ZDF sind Sendeanstalten die frei jeglicher Kontrolle tun können was sie wollen – und das tun sie auch. Denn sie werden finanziert, egal ob das Programm stimmt oder nicht stimmt und egal ob es tendenziös ist oder nicht. Die vorhandenen Kontrollmechanismen sind nicht ausreichend, eine wirkliche Kontrolle findet maximal vor Gericht statt, wenn mal wieder grob fahrlässig Unsinn behauptet wird. Das geschieht häufiger als man meint, aber es bleibt bei den Sendern weitestgehend ohne Folgen.
    Und da die Politik von der Reichweite der Sender abhängig ist, hält sie den Mund.
    Das schlimme ist, das man aus jedem Verein und jeder Kirche austreten kann, aber nicht aus dem Zwangsbeitrag für ARD und ZDF. Das muss man mitfinanzieren und damit auch jegliche Diffamierung. Natürlich kann man sich vor Gericht wehren, aber wer hat das Geld dazu?

  5. Ich fühle mich ja eigentlich nicht zum Verteidiger der Volkskirchen berufen, aber was da gesendet wurde ist schon ein dicker Hund !
    Erstmal ein „wertfreier“ Bericht über den Ramadan und den Islam ohne jegliche Kritik an den weitverbreiteten Auswüchsen.
    Gerade so als ob man den jungen Leuten sagen wollte: „probierts mal aus mit dieser Religion“
    Und dann der Zeitsprung ins Mittelalter und die düstere Rolle der katholischen Kirche, garniert mit den Vorfällen der jüngeren Geschichte von Mißbrauch und Gewalt.
    Gerade in der Gegenüberstellung wird dieser Beitrag skandalös, wie einfältig müssen die Verantwortlichen sein so etwas durchgehen zu lassen. Was treibt diese Leute eigentlich an ? Hass auf alles christliche, eine schräge Sicht auf die „Religion der Migranten“ aus falsch verstandener Toleranz und Überhöhung der „Vielfalt“ ?
    In diese Richtung wird es wohl gehen, kombiniert mit der bekannten Tatsache, dass der Journalismus in Deutschland fest in der Hand der linker Ideologen ist. Für wie dumm halten diese Leute eigentlich die Zuschauer und wie primitiv sind die Versuche der Indoktrination.

    • Ich wäre vorsichtig mit solchen Bewertungen, wenn man die beiden Sendungen nicht selbst gesehen hat.

      Ich habe schon zu oft erlebt, dass etwas skandalisiert wurde, was so gar nicht statt fand.

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