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30 Jahre Hoffnung: Die ARCHE verändert Kinderleben

Die ARCHE feiert 30 Jahre Einsatz gegen Kinderarmut: Aus einer Wohnzimmer-Idee wurde ein bundesweites Netzwerk.

Begonnen hat alles mit einer Suppenküche für emotional und körperlich ausgehungerte Kinder. Als Pastor Bernd Siggelkow vor drei Jahrzehnten das christliche Kinder- und Jugendwerk „Die ARCHE“ in Berlin-Hellersdorf gründete, ahnte er nicht, was daraus entstehen würde. Damals kamen die ersten 20 Kinder in sein Wohnzimmer. „Ich wollte einen Ort schaffen, an dem sie nicht Programme, sondern Menschen erleben“, sagt er. „Gerade auch Kinder, die in ihren Familien wenig Liebe und Unterstützung erfahren.“ Heute gibt es über 30 ARCHE-Einrichtungen in Deutschland, dazu Ableger in der Schweiz, Polen und Tansania, in denen rund 10.000 Kinder regelmäßig kostenlose Unterstützung finden. Siggelkow selbst erhielt 2008 das Bundesverdienstkreuz für sein Engagement – und 2024 den Bambi.

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Um Ruhm oder Anerkennung geht es Siggelkow nicht, sondern um die Kinder. „Kleine Helden, die sich um das Überleben kümmern müssen, die irgendwie über die Runden kommen müssen, die haben wir erlebt“, sagt Siggelkow in seiner Videobotschaft zum 30-jährigen Bestehen der Arche. „Wir haben Kindern Halt und Hoffnung gegeben.“ Ein junger Mann habe ihm kürzlich geschrieben: „Danke, dass du meine Kindheit gerettet hast.“ Die ARCHE will mehr geben als warme Mahlzeiten und Hausaufgabenhilfe. „Wir haben Biografien verändert und die Kinder gesellschaftsfähig gemacht“, so Siggelkow. Viele ehemalige Arche-Kinder würden heute dankbar zurückblicken und etwas zurückgeben, heißt es in der Pressemitteilung zum Jubiläum. „Es sind 100.000 ehemalige Kinder, die heute ein besseres Leben führen können und nun für ihre eigenen Kinder Vorbilder sind.“

„Ich möchte den Kampf gegen Kinderarmut gewinnen.“

Bernd Siggelkow

Dass die ARCHE 30. Geburtstag feiert, darauf ist Siggelkow nicht „stolz“, denn: Er würde sie lieber schließen können, sie überflüssig machen. „Ich möchte den Kampf gegen Kinderarmut gewinnen“, unterstreicht er, aber das sei noch ein langer Weg. „Wir werden noch mindestens 30 weitere Jahre kämpfen müssen“, glaubt Siggelkow. Deutschland habe kaum Bodenschätze, sagte er in einem Gespräch mit dem SWR, aber Kinder. Und in die müsse der Staat mehr investieren. Deutschland habe zurzeit kein Konzept gegen die Bekämpfung von Kinderarmut. „Im Moment stopfen wir nur Löcher.“

Das Jubiläum sei ein Fest für all die Menschen, deren Biografien die ARCHE verändert habe, sagt Siggelkow. „Und für die kleinen Helden, die heute jeden Tag in die Arche kommen und dort Hoffnung, Hilfe und Vertrauen suchen.“ Zur großen ARCHE-Jubiläumsfeier am heutigen Dienstag werden zahlreiche Unterstützer und Wegbegleiter erwartet, darunter der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey, Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch, Bischof Dr. Christian Stäblein, Bundestagsvizepräsidentin a.D. Petra Pau, Katrin Göring-Eckardt (MdB), Moderator Jörg Pilawa, Sänger Bernhard Brink, Entertainer Julian F.M. Stoeckel, die Schauspielerinnen Uschi Glas, Susan Sideropoulos, Natalia Avelon, die Schauspieler Wolfgang Bahro, Erdoğan Atalay, Tim Wilde, die Fußballspieler- und funktionäre Marius Gersbeck, Pablo Thiam, Maik Franz und viele mehr.

Videobotschaft von Bernd Siggelkow zum 30-jährigen Jubiläum.

Homepage: die Arche

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1 Kommentar

  1. Jesus hat Kinder in unseren Focus gestellt

    Das 30jährige Besehen der ARCHE in Berlin belegt, dass das Narrativ nicht richtig ist, es gebe in Deutschland keine Kinderarmut bzw. kein Leid. Armut ist heute nicht mehr in erster Linie zu hungern, sondern als Kind oder Erwachsener an dem normalen öffentlichen Leben nicht oder kaum teilnehmen zu können. Sich im Sommer kein Eis gönnen zu können und/oder niemals Kinobesuch, ins Schwimmbad zu gehen und Urlaub (mit der Familie) nicht stattfinden kann. Aber dies bedingt leider Bildungsarmut, oder Armut wiederum mangelnde Bildung. Wer mit den Artgenossen nur wenig Umfang pflegen kann, auch als ganz junges Kind , wird Sprach-, Sozial- und Bildungsdefizite herumtragen. Kinder/Jugendliche die keinen gescheiten Satz formulieren können, beweisen dies leider. Im Endergebnis werden Arme als ältere Menschen früher sterben und sind auch als Kinder häufiger krank, oder haben Verhaltensstörungen. Für Kinder ist es umso schlimmer, weil wir im ganz jungen Alter für unsere Leben sehr geprägt werden. Dann kann Mangel an guter Ernährung, Gemeinschaft, Liebe, Erfolgserlebnisse und die Teilnahme als Mädchen und Jungen an Kindergeburtstagen, oder dazu einladen zu können, als gravierend erlebt werden. Subjektiv sich weniger geliebt zu fühlen ist so, als gieße jemand seine Zimmerpflanzen kaum. Aus solchen Menschen werden dann leider auch gewalttätige Jugendbanden. Die Arche beweist, dass wir als die Christinnen und Christen immer stets Impulse setzen auch darin, dass unsere Liebe und auch die Liebe Gottes, somit auch das Verhandensein von Urvertrauen, wirklich eine reale Bedeutung gewinnt. Und selbstverständlich sind auch andere Menschen, die nicht aus diesen christlichen Motiven handeln, aber aus menschlichen, gut einzuordnen unter die Worte Jesu, dass wer nicht gegen ihn ist (indirekt) doch für ihn votiert. Ebenso dass unsere Tafeln bestehen, muss keiner gut finden, weil nie positiv ist, dass es hier bei uns in im prinzipiell reichen Land, leider auch Armut gibt. Dann werden kleine und große Menschen auf indirektem aber leider destruktivem Weg aus der Gemeinschaft der Menschen ausgeklammert. Nun tut ja auch der Staat einiges, aber man darf immer noch mehr tun. Dass es aber jedem Durchschnittskind, oder dem Durchschnittsmenschen, heute in Deutschland gut geht, hilft nicht jenen, die ihre Tage des Lebens eher wenig seelischen Sonnenschein haben.

    Ich finde die Schilderung der Bibel so phantastisch, wie Jesus ein kleines Kind unter die Jünger stellt und es wie einen Menschen behandelt. Denn damals galten Kinder leider nicht viel. Aber Jesus und damit die Urgemeinde und das Neue Testament haben die Kinder aufgewertet. Sie stehen für eine gewisse Grundehrlichkeit, denn Kinder sagen auch heute immer noch oft unangenehme Wahrheiten. Auch wenn wir sie nicht liebhaben.

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