Seit dem Hamas-Angriff auf Israel berichten Jüdinnen und Juden in Deutschland von mehr Diskriminierung. Eine Studie zeigt die Folgen im Alltag.
Ignoranz, Schuldzuweisungen, Schweigen: Seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 erleben Jüdinnen und Juden in Deutschland verstärkt Anfeindungen. Das zeigt eine am Dienstag in Berlin vorgestellte Studie der Fachhochschule Potsdam und des Berliner Kompetenzzentrums für antisemitismuskritische Bildung und Forschung. Die Befragten berichten von Ausgrenzung im Alltag – auch am Arbeitsplatz oder in Arztpraxen. Viele leiden unter psychischen Belastungen wie Depressionen, Schlafstörungen und Panikattacken. Die Folge: Rückzug aus dem gesellschaftlichen Leben.
Für den Zwischenbericht wurden mehr als 110 Jüdinnen und Juden im Alter von 16 bis 80 Jahren über ein Jahr hinweg begleitet. Grundlage waren Interviews, Gruppendiskussionen und Selbstbeobachtungen. Die Endergebnisse sollen 2026 erscheinen.
Forderungen nach besserem Schutz
Die Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, sieht dringenden Handlungsbedarf: „Jüdinnen und Juden werden beleidigt, bedroht, diskriminiert und leben im Zustand erhöhter Wachsamkeit.“ Sie fordert eine Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG), um Schutzlücken zu schließen.
Auch die Studienautorinnen fordern mehr Schutz und Beratungsangebote. Marina Chernivsky spricht von einer „Überwältigungserfahrung“ für die jüdische Diaspora. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden, kritisiert, dass Juden in Deutschland für die Politik Israels verantwortlich gemacht würden.
Links:
Kompetenzzentrum für antisemitismuskritische Bildung
Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Gott ist liebevollster Vater und Mutter aller Menschen
Dem Stammtischbruder kann ich hier zustimmen – aber nicht vollständig. Die Erwählung Israels hat ein deutscher Rabbiner in seiner Predigt hier während der Pandemie einmal gut erklärt. Jedenfalls glauben Juden wie wir, dass Gott als Schöpfer aller Dinge und auch aller Menschen, dass er auch alle Menschen liebt. Erwählung heißt dann nicht, dass er (nicht sehr vereinfacht) alle Israeliten mehr liebt. Sie hätten aber die 10 Gebote vom Sinai eben doch nicht nur zur Kenntnis genommen, sondern sich ernsthafter um sie bemüht. Vielleicht müssen wir als Christinnen und Christen den Heilsweg verstehen als einer, in dem Gott als Schöpfer sowie Vater und Mutter allen Menschen eben zuerst und gewissermaßen exemplarisch dem Volk Israel begegnet ist. Die Befreiung aus der Versklavung in Ägypten ist auch das Anrecht aller Menschen auf die innere und äußere Freiheit. Auch nach dem Grundgesetz ist die Würde des Menschen unantastbar. Immerhin wurde die Sklaverei hier weitgehend abgeschafft, lässt man hier die Prostitution einmal weg. Wenn wir uns als Nachfolger von Moses und als Kinder Abraham sehen, Jesus am Kreuz die Schuld der ganzen Welt auf sich nahm, dann haben wir unseren Heilsweg in Jesus und unsere jüdischen Geschwister haben ihn eher in den Propheten. Das Doppelgebot der Liebe steht in der Hebräischen Bibel und in unserer Christlichen Bibel und gerade Jesus Christus hat dieses Gebot als kurze Zusammenfassung auch allen religiösen Denkens und Glaubens betrachtet. Wir sind mit dem Guten und auch dem Bösen, das die Entwicklung der Menschwerdung mitbrachte, auch dahin gekommen, mehr Verantwortung heute für die Welt und die Menschen- und Völkerrechte zu haben. Der irdische Heilsweg vom Paradies bis zum Gelobten Land steht symbolisch auch für unseren Heilsweg zu Gottes Neuem Himmel und Neuer Erde. Aber die heutigen Werte gebieten es, auch nicht Palästinensern ihr Land zu stehlen. Jüdische Menschen waren auch nicht alle in die ganzen Welt zerstreut, sondern lebten seit 3000 Jahren immer im heutigen (leider nicht sehr) Heiligen Land. Die Gerechtigkeit Gottes, die auch die Gerechtigkeit von Jesus ist, kann nie mit zweierlei Maß messen. Das Doppelgebot der Liebe gilt überall, im Gazastreifen, genauso wie in Israel und auch global. Den Hamas-Terror kann man nicht in irgend einer Form aufrechnen, mit dem offensichtlichen Kriegsverbrechender israelischen Armee. Die Kritik ist innerlich-israelisch sehr groß geworden, sogar bei hohen Rängen des Militärs. Wir sind angehalten das Gebot der Liebe überall sehr ernst zu nehmen, hier in Deutschland gegenüber den Juden, den Minderheiten in aller Welt und die Würde aller Menschen auf der ganzen Erde. Juden, Christen und auch Moslems glauben, dass Gott Liebe ist und der Mensch daher ein Ebenbild dieser Liebe. Das Stammland der Juden war immer Israel und wird es bleiben. Aber dazu müssen alle Seiten Frieden schließen und leider steht dem die derzeitige rechtsradikale Regierung in Israel im Wege. Trotzdem: Die größte Friedensbewegung gibt es in Israel, rechnet man alle dazu, die ständig auf der Straße demonstrieren und bezogen auf die Größe der Bevölkerung. Dies gibt Hoffnung auch auf Veränderung. Die großen Leiden der Offenbarung müssen so nicht zwangsläufig kommen, sie sind nur Möglichkeiten, denn Ninive ist immer möglich. Genauso werden die Schwerter nur zu Pflugscharen, wenn wir es wollen und wir so dem Heiligen Geist keinerlei Fesseln anlegen. Die Welt ist so wie sie ist, weil unser freien Wille sogar dann noch möglich ist, wenn wir das Böse und Destruktive tun. Gott ist das Gegenteil – er ist die Wahrheit.
Antisemitismus ist eine Art Virus der schon tausende Jahre auf dieser Erde grassiert. Anzeichen einer Infektion sind: Realitätsverlust, Opfer/Täter-Umkehr, Schuldzuweisungen, Ausgrenzung, Stigmatisierung, Gewalt und Auslöschungsphantasien.
Ich denke man kann sagen dieser Virus kommt direkt aus der Hölle, dort hasst man den Gott der Israel erwählt hat und sein Volk!
Genaugenommen war es nicht der 7 Oktober 2023 der alles neu aufgekocht hat, sondern die Reaktion Israels, Tage und Wochen später.
Man gesteht Israel nicht zu, die Wurzel des Übels zu auszureißen (Hamas), man denke einige Jahre zurück und lasse die Reaktionen der USA nach 9/11 auf sich wirken! Wird hier mit unterschiedlichen Maßstäben gemessen?
Um der Objektivität und der Humanität willen, muss man aber auch fragen, sind die Maßnahmen Israels noch angemessen und die vielen Opfer an Zivilisten an Frauen und Kinder gerechtfertigt?
Wie auch immer hier das „Urteil“ ausfällt, die islamischen Terroristen hatten und haben es in der Hand das Elend zu stoppen.
Die Araber tun sich schwer einen jüdischen Staat in ihrer Region zu ertragen, die Erwählung der Juden können sie nicht erkennen, geschweige denn akzeptieren, wo doch allein die Rückkehr der Juden in ihr Stammland ein Wunder vor unseren Augen ist.
Jesus so glauben die Christen, wird bei seinem zweiten Kommen auf dem Ölberg in Jerusalem stehen und alle werden „wehklagen“ die ihn abgelehnt haben (Sacharja 12) .
Was verabreicht man denn jetzt gegen Antisemitismus, „fragen wir den Arzt oder Apotheker“ ? Oder studieren wir das Wort Gottes um ein tieferes Verständnis der heilsgeschichtlichen Zusammenhänge zu bekommen? Bibelleser wissen mehr !
> Antisemitismus ist eine Art Virus der schon tausende Jahre auf dieser Erde grassiert.
In der Tat ist der Antisemitismus älter als Das Christentum. Dieser ist ca. 500 Jahre vorher auch bei z.B. Griechen inzwischen gut belegt.
Du konzentrierst Dich nahezu ausschließlich auf den Islam. Heute natürlich nicht ganz zu Unrecht.
Aber sollte man nicht gerade auf einer christlichen Seite und als Christ (Splitter und Balken) auch mal schauen, was das Christentum dazu bis heute für Schuld auf sich geladen hat? Noch heute ist in Antisemitismus im Christentum anzutreffen, in sog. christlich geprägten Ländern eh. Und die christliche Geschichte ist voll von antisemitischen schlimmsten Verbrechen.
Und nein, die Hamas ist auch nicht die Wurzel des Übels. Sollte sie verschwinden (was zu wünschen wäre), der Hass auf die Juden würde nicht verschwinden.