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Evangelische Gemeinden helfen nach Stromausfall in Berlin

Nach dem „Blackout“ im Berliner Südwesten sind weiterhin rund 30.000 Haushalte ohne Strom. Die evangelischen Kirchengemeinden bieten Schutz vor den Minusgraden, aber auch Lade- und Waschmöglichkeiten.

Die vom Stromausfall im Berliner Südwesten betroffenen Kirchenkreise Steglitz und Teltow-Zehlendorf bieten Räume zum Aufwärmen, heiße Getränke und Lademöglichkeiten für Handys an. In Lichterfelde, Steglitz und Zehlendorf stehen den Betroffenen nach Angaben der beiden Kirchenkreise vom Montag insgesamt acht kirchliche Einrichtungen offen.

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Laut dem Kirchenkreis Teltow-Zehlendorf können sich Betroffene im Gemeindehaus der Zehlendorfer Emmaus-Kirchengemeinde aufwärmen und ihre Mobiltelefone aufladen. Außerdem gebe es Tee, Kaffee und Suppe sowie die Möglichkeit, sich zu duschen. Wie eine Sprecherin erklärte, wird zudem überlegt, die Paulus-Kirchengemeinde in Zehlendorf-Mitte zur Verfügung zu stellen. Noch habe das zuständige Bezirksamt jedoch keinen Bedarf angemeldet.

Wäschewaschen in der Markus-Kirchengemeinde

In Lichterfelde-Süd steht den Angaben zufolge von frühmorgens bis spätabends das Familienzentrum BusStop des Evangelischen Jugendhilfevereins offen. Zusätzlich könne sich in der Johann-Sebastian-Bach-Kirchengemeinde im Gemeindehaus aufgewärmt werden. Zudem seien ein paar Duschmöglichkeiten vorhanden, Menschen mit Kleinkindern seien willkommen. Im Paulus-Zentrum am Hindenburgdamm können sich Betroffene tagsüber aufwärmen.

In Steglitz dienen die Gemeindehäuser der Trinitas-Kirchengemeinde, der Markus-Kirchengemeinde und der Matthäus-Kirchengemeinde zum Aufwärmen. In der Markus-Kirchengemeinde könne zudem Wäsche gewaschen werden. Die Patmos-Kirchengemeinde bietet Schutz vor der Kälte.

UPDATE (7.1.): Mittlerweile soll der Stromausfall behoben worden sein.

Quelleepd

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1 Kommentar

  1. Das Paradies ist wenn wir unser Leben teilen

    Nach dem „Blackout“ im Berliner Südwesten waren weiterhin rund 30.000 Haushalte ohne Strom. Die evangelischen Kirchengemeinden boten so Schutz vor den Minusgraden, aber auch Lade- und Waschmöglichkeiten. Fast müsste man Stromausfälle oder ähnliche (eher als niederschwellige) aber doch sehr nervige Kleinkatastrophen fast schon erfinden, um eine immer wieder überraschende Kooperationsbereitschaft in Gang zu setzen. Der Schriftsteller und Bestsellerautor Rutger Bregman hatte darüber auch in seinem Buch – nicht ganz zu unrecht – behauptet, dass in manchen Situationen Menschen auch heute außerordentlich hilfsbereit seien. Die tatsächlich von einer Südseeinsel verschwundenen Jugendlichen, die in jugendlicher Dummheit ein Boot stahlen, verschlug es auf eine einsame unbewohnte Insel in eine Robinsonade. Der dafür gedrehte Film war aber ein Flopp, er schilderte wahr und langweilig ein solches Mini-Gemeinwesen aus ein halben Dutzend Teenager, sogar mit Gebet, milden Strafen für Übertreter, sowie absolute Kooperationsbereitschaft, die viele Monate funktionierte. Da sich langweilige Filme keiner ansieht, wurde daraus jedoch fälschlich ein Thriller mit roher Gewalt und Verfälschung aller Tatsachen. Als die Auswanderer zufällig nach langer Zeit gefunden wurden, bei bester Gesundheit statt tot, begnadigte der Inselkönig die Knaben postwendend und ehrte sie stattdessen mit der höchsten Auszeichnung des Landes. Vielleicht ist auch das Wunder jener Brotvermehrung mit Jesus eher deshalb ein so großartiges Wunder, weil die 5000 Menschen hier sämtliche Marschverpflegungen, die jeder mitnahm im Altertum um die überleben, ohne jede Einschränkung sehr geschwisterlich teilten. Dies war wohl das viel größere Wunder als jenes einer ( hier eher physikalisch verstandenen) Brotvermehrung. Manchmal sind wir Engel, auch wenn im Alltag oft die Aufgabe der Bergpredigt zu schwierig erscheint. Es ist einfacher, mit der Nächstenliebe hier doch lieber sparsam umzugehen. Aber was viele Leute dabei vergessen: Wenn wir uns alle die Aufmerksamkeit und Zuwendung gegenseitig schenken, passiert etwas, was doch auch dieses Wunder so phantastisch macht: Geht es mir gut, geht es meinem Mitmensch gut, dann sind wir beide sehr glücklich. Das Paradies beginnt, wenn wir teilen.

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