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„Einfach Heiraten“: Segen und Pop-up-Trauung

Am 26. Februar lädt die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) zur Aktion „einfach Heiraten“ ein. Paare können sich spontan segnen lassen – oder sogar kirchlich heiraten.

In Stuttgart beteiligen sich die Evangelische Kirchengemeinde Möhringen und die Evangelische Sarahkirchengemeinde Stuttgart an der deutschlandweiten Aktion „einfach Heiraten„, heißt es in einer Pressemeldung der Evangelischen Kirche in Stuttgart. Angesprochen seien nicht nur heiratswillige Paare, die schon standesamtlich verheiratet sind, sondern auch Paare, die gerne einen Segen empfangen möchten: für ihre Partnerschaft, ein Hochzeitsjubiläum oder den weiteren gemeinsamen Lebensweg, heißt es. Das Angebot ist kostenlos.

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„Die Paare melden sich vorab in unseren Pfarrbüros an und wählen ihre Wunsch-Uhrzeit aus“, erklärt Pfarrerin Heike Meder-Matthis. „Aber auch spontane Hochzeiten, sogenannte Pop-up-Trauungen, und Segnungen sind möglich.“ Falls nicht zuvor geschehen, wird ein biblisches Wort für die Ansprache ausgewählt. Musikerinnen und Musiker sind vor Ort, die Musik kann aus einer Playlist ausgesucht werden. Auch ein Fotograf ist verfügbar.

Für die Segnungen werden keine Dokumente benötigt. Wer sich vor Ort kirchlich trauen lassen möchte, muss standesamtlich verheiratet sein und Trauurkunde sowie Personalausweise mitbringen. Zudem muss mindestens einer der beiden Partner der evangelischen Kirche angehören.

Weitere Informationen gibt es auf dieser Webseite.

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2 Kommentare

  1. Ich frage mich, wird so ein Hauruck-Segen der Bedeutung einer lebenslangen Verbindung gerecht wie es die Ehe ist?
    Eine Ehe vor Gott geschlossen, wurde früher mit Worten begleitet wie: „in guten wie in schlechten Tagen“ und bis dass der Tod euch scheidet“.
    Eigentlich lassen einen solche „Gelübde“ beinahe verzweifelt zurück, wer kann dies ohne Gottes Beistand „leisten“, ist das Schlusswort des Geistlichen nicht „so wahr mir Gott helfe“? Die Hilfe Gottes haben wir dringend nötig, ich glaube gehört zu haben, dass in den letzten 10 Jahren über drei Millionen Ehen geschieden wurden, wieviel Verletzungen, Enttäuschungen gehen damit einher und wer denkt an die Kinder ?
    Wert und Bedeutung der Ehe zwischen Mann und Frau kommen direkt aus dem Himmel und Jesus bestätigt das indem er sich auf die Anfangs- Tage der Menscheit beruft “ darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen“.
    Diese Sichtweise wird zwar seit Jahren systematisch untergraben und findet immer weniger Befürworter, was die Wahrheit seiner Worte aber nicht auflöst. Aufösen tun sich aber die Fundamente unserer Gesellschaft, wir sind schon in der Erntezeit und ernten was wir gesäät haben.

  2. Der Segen und Heirat ist für jeden

    Ich halte hier das die Angebotsmöglichkeiten einer spontanen Eheschließung, die entgegen besserem Wissen immerzu auch ohne Standesamt jederzeit möglich ist, für immer noch eine gute Idee. Wer hier absolut mit Kirche und Glaube nichts anzufangen weiß, wird entweder erst gar nicht kommen und wenn dies auch ein Anknüpfungspunkt für das Leben wäre, scheint es hier allerbeste Möglichkeit zu sein. Im übrigen scheint mir hier aber auch was Heiraten angeht, ein Irrtum vorzuliegen. Nach Martin Luther ist die Ehe kein Sakrament, sondern rein weltliche Angelegenheit. Es darf m.E. jeder auch heiraten ohne das Amt, dann wird aber die Ehe beim Staat logischerweise nicht eingetragen. Segen ist aber Segen, denn Segen ist das immer gültige Versprechen, dass Gott sich auf die Reise (als Paar) gerne mitnehmen lässt. Der Segen mit Gottesdienst darf man also als Heirat verstehen. Wer es nun aber perfekt kirchlich im Sinne von „bürokratisch“ wünscht, muss entweder eine Trauurkunde mitbringen, oder aber voraussetzen dass Gott kein Bürokrat oder Buchhalter ist, denn was Gott zusammenfügt und zusammenfügen darf, wird niemand von außen die Legitimität absprechen können. Aber man dreht dass Pferd einfach um, hier kirchlich heiraten und später beim Standesamt, das Standesamt ist nur ein Amt und einem Amt ist dies schnuppe. Katholisch sich evangelisch kirchlich segnen zu lassen, wird kein Berufschrist verweigern und dann bleibt ja auch die Möglichkeit dies der Ordnung halber im Rathaus offiziell nach zu holen. Ich wünsche jedem viel Freude am Segen und der Heirat. Dass einer der Partner auch der Ev. Kirche angehören muss, macht die Sache unnötig kompliziert, aber wer würde es jemand unterstellen wollen, ein solches liebevolles Zeichen könne man irgendwie missbrauchen. Aber Trost ist, eine wirklich ganz offizielle ökumenische Trauung gibt es kirchenrechtlich noch nicht, ist sie nämlich nur die Anwesenheit eines katholischen Pfarrers (oder im Umkehrschluss eines Ev. Theologen), aber
    dann ist sie kirchenrechtlich gar nicht möglich, weil hier die Lehrunterschiede dies katholisch als Sakrament ansieht, was evangelisch keines ist. Da würde man sagen, es sei eine dogmatische Mogelpackung. Weil Gott keine Konfession hat, scheint aber niemand zu interessieren. Es liebt sogar jeden, der einfach so auf die Welt kommt und dann hier ist, weil er als Schöpfer aller Dinge schon beim Urknall beabsichtigte, uns alle zu erschaffen
    Genau so liebt er jeden Menschen als gäbe es ihn nur ganz alleine. Auch in jede Ehe und jede Segnung muss jeder eintreten, ist also keine Magie.
    Ebenso auch bei der Taufe, die aber ist evangelisch sowie katholisch immer ein Sakrament, also konfessionsübergreifend gleichermaßen gültig.

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