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„Theo Livestream“: Macht Feindesliebe Sinn?

Das Evangelische Jugendwerk in Württemberg (EJW) und der CVJM Württemberg setzen ihr theologisches Talkformat mit der sechsten Staffel fort. Es gehe um „hochaktuelle Themen“, die in der Impfdebatte an Bedeutung gewonnen hätten.

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Am 23. Januar beginnt die sechste Staffel von „Theo Livestream“, dieses Mal wieder im Talk-Format – und interaktiv. Ziel sei es, viele junge Menschen für theologische Themen zu begeistern, heißt es auf der Webseite des EJW. Das Talkformat präsentiere „Theologie mit Bodenhaftung“, die verständlich, relevant und persönlich sei.

Die drei Folgen zu den Themen „Macht“, „Feindesliebe“ und „Sinn“ werden sonntags (23.1., 30.1. und 6.2.) jeweils ab 18:30 live über den YouTube-Kanal des EJW übertragen. Junge Theologinnen und Theologen eröffnen die Themenabende mit einem Input. Anschließend können sich die Teilnehmenden online beteiligen und Fragen stellen.

Jonnes liefert Live-Musik

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Auch Gehörlose haben durch Untertitel die Möglichkeit, am Dialog teilzuhaben. Sänger und Songwriter Jonnes ergänzt die theologischen Beiträge durch Live-Musik. Außerdem gibt es persönliche Reflexionsphasen.

Im Anschluss an die Sendung haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, mit den Referierenden per Video-Konferenz ins Gespräch zu kommen. Dabei können noch offene Fragen weiter diskutiert werden. Dieses Jahr mit dabei sind: Die Theologiestudierenden Magdalena Mauz und Wolf Kammerer sowie Eva Karmrodt, Pfarrerin und Lehrerin für Evangelische Religion am Evangelischen Seminar in Maulbronn, und Pfarrer Johannes Seule.

Link: Hier geht es zur Webseite des „Theo Livestreams“.

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3 Kommentare

  1. Wie können wir Feindesliebe ggü. Andersdenkende praktizieren, wenn wir das nicht mal unter uns hinbekommen. Bis ins kleinste Dorf sind wir durch Konfessionsdenken gespalten. Wir CHRISTen werden von den Nicht-Christen (Welt) zurecht nicht ernst genommen, solange wir selbst ein so unglaubwürdiges Miteinander für normal halten. Wir predigen Liebe, aber leben das Gegenteil von EINHEIT … unsre Bezeichnungen und Dogmen haben mit dem Willen des HERRN wenig zu tun, solange wir SPALTUNGEN pro Wohnort als normal einordnen … Feindesliebe fängt immer zuerst bei uns an, sonst ist es elende Heuchelei ggü. der Welt …

    • Du schreibst dieses hier sinngemäß in mehreren Threads.

      Du selbst kannst doch aber für Dich diese Spaltung überwinden, indem zu den den Schoss der ersten Kirche, der röm.-kath. zurück kehrst (falls du ihr nicht angehörst) und dafür auch bei anderen wirbst. Denn von ihr wurde sich ja abgespalten.

      Ich habe solche postings wie Deine schon oft gelesen. In der Regel kommen sie aus der evangelischen Richtung, sehr oft freikirchlich. Und da wird mit Einheit meist gemeint, dass die anderen Christen doch die Überzeugungen eben dieser Gruppe übernehmen sollen.

      Es sind also oft gerade die Spalter, die Einheit auf den Lippen tragen.

      Ich weiß nicht, ob das auch auf Dich zutrifft. Aber das musste ich doch mal los werden.
      (und nein, ich bin kein Katholik)

  2. Feindesliebe ist den Feind zum Freund zu machen

    Lieber Rolf-Dieter Mucke: Vollkommen richtig geschrieben. Allerdings hat Feindesliebe im weitergehenden Sinne ja nichts nur mit einem Feind im Krieg zu tun, sondern mit jenen Menschen, die wir – und da schließe ich mich mit ein – wirklich absolut nicht leiden können. Manchmal kann man die Gründe erkennen, aber oftmals erklärt man dies gerne damit dass die Chemie nicht stimmt. Doch aus solchen Gefühlen kann Hass entstehen, zu dem noch bei jenen die großes Unrecht erleiden und in bestimmten Mitmenschen als die Schuldigen den Unmenschen sehen. Ich glaube, dass es auch bei der Feindesliebe in irdischen Extremsituationen, bei Krieg, Mord und großem Unrecht, nicht darum gehen darf, den Feind (und damit vielleicht den wirklich Bösen) zu küssen und alles unter den Teppich zu kehren. Feindesliebe könnte oder sollte es vielleicht darum gehen, sich auch in einem längeren und intensiven Bemühen den Feind zum Freund zu machen. Sehr berührt hat mich damals, als Johannes Paul II seinen Attentäter im Gefängnis besuchte. Oder ganz bescheiden: Wenn ich jemand zum Essen einlade bei dem ich Pickel bekomme habe, wenn ich seine bisherigen Auffassungen hörte. Dabei könnte das Wunder geschehen, dass ein solcher Mensch durchaus positive Gedanken äußert. Das klingt etwas utopisch, aber die Bibel ist auch utopisch wenn sie alttestamentlich die Hoffnung in den Raum stellt, dass irgendwann die Schwerter zu Pflugscharen umgestaltet, der Krieg (und die Atombomben !!??) geächtet werden, sodass wir alle im Museum die Tötungsinstrumente und -apparate bewundern dürften, mit denen sich Menschen vom Leben zum Tode brachten. Um zurück zu kommen auf das was Bruder Mucke schreibt: Vielleicht müssen wir uns als Christinnen und Christen ganz konkret bemühen, uns nicht ständig gegenseitig den richtigen Glauben abzusprechen. Jesus hatte durchaus sehr unterschiedliche Mitarbeiter und auch mit konträren Ansichten. Man könnte ja damit beginnen, wenigstens miteinander zu beten. Es soll ja beispielsweise sogar theologisch liberale Menschen geben, die sehr fromm sind, nur vielleicht auf eine andere Weise wie ich oder wir. Allerdings sind Menschen selbst aus einer Familie sehr unterschiedlich und ohne solche Unterschiedlichkeiten wäre die Welt langweilig und wir könnten nie etwas von den anderen lernen. Egal ob beim Thema Toleranz und Versöhnung im Kleinen, oder bei der Feindesliebe im Großen, es geht beim Evangelium um die ganz große Versöhnung mit Gott, die schon von ihm her besteht, und in unserem Leben auch stattfinden sollte. Jemand hat das mal ganz blumig beschrieben, wir sollten uns bemühen die Zärtlichkeit Gottes auch weiter zu geben.

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